Stuttgart (www.aktiencheck.de) - Nach den Wahlen in Griechenland gab es an den Märkten zunächst eine positive Reaktion, die kurzfristig betrachtet darauf zurückzuführen ist, dass es zumindest zu der Bildung einer Regierung kommen kann, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.
Diese würde den Sparkurs weiterverfolgen. Eine nachhaltige Lösung der Probleme sei allerdings damit nicht gefunden. Investoren würden auf die Europäische Zentralbank und auf die Politiker setzen, die auf ihrem G20-Gipfel möglicherweise auch über eine konzertierte Aktion mehrerer Zentralbanken debattieren könnten, die die Wirtschaft in Schwung bringen solle. Die Sorgenfalten, die die Eurozone den Anlegern bereite, seien etwas kleiner geworden, da die Renditen der zehnjährigen spanischen Staatsanleihen bei der letzten Auktion bei überzeugender Nachfrage wieder unter sieben Prozent Rendite p.a. gesunken seien.
Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) zeige sich zwar von seinen Tiefstständen unter 6.000 Punkten erholt, allerdings sei eine nachhaltige Trendwende noch nicht erkennbar. Strategische Neuinvestitionen sollten weiterhin sehr gedämpft bzw. in Form der "Salamitaktik" erfolgen. Die Unsicherheit an den Märkten wird uns auch in den nächsten Wochen begleiten, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.
Aus taktischen Gesichtspunkten würden die Analysten vor dem Hintergrund hoher Volatilitäten in den nächsten Wochen auch die Chance sehen, günstigere Einstiegsgelegenheiten zu finden. Bei deutlichen Kurssprüngen sollte auch über einen Verkauf von Positionen nachgedacht werden, um Gewinne zu realisieren. Für die Privatanleger stehe in den letzten Wochen und Monaten vor allem der Werterhalt der Vermögen im Vordergrund. Auf Basis des aktuellen Zinsniveaus in Europa sowie einer Inflationsrate von ca. zwei Prozent sei dieser Anspruch schwer genug zu erreichen. (20.06.2012/ac/a/m)
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