Bonn (www.aktiencheck.de) - Die US-Notenbank hielt gestern Abend an ihrer Aussage fest, die Zinsen bis Ende 2014 auf extrem niedrigem Niveau zu belassen, so die Analysten von Postbank Research.
Darüber hinaus habe sie die so genannte Operation Twist verlängert, in der sie eine Umschichtung der gehaltenen Staatsanleihen zugunsten von längeren Laufzeiten vornehme, um deren Renditeniveau niedrig zu halten. Sie habe zudem ihre Wachstumsprognosen für dieses Jahr um einen halben Prozentpunkt gesenkt. Auch für die kommenden Jahre habe sich ihr Wachstumsausblick eingetrübt. Gleichzeitig seien die Inflationsprognosen gesenkt und die Prognosen der Arbeitslosenquote angehoben worden. Mit dem verschlechterten Ausblick werde QE3 in den nächsten Wochen und Monaten ein Thema bleiben.
Heute Vormittag stünden die vorläufigen Einkaufsmanagerindices für Deutschland und die Eurozone für Juni zur Veröffentlichung an. Man erwarte, dass sich der Abwärtstrend im Verarbeitenden Gewerbe jeweils verlangsamt fortsetze. Dies gelte auch für den Dienstleistungssektor der Eurozone, während die Analysten für den deutschen Servicesektor Stagnation im Expansionsbereich erwarten würden.
Am Nachmittag werde eine Reihe von US-Konjunkturdaten aus der zweiten Reihe veröffentlicht. Beim Index der Frühindikatoren seien die Signale gemischt gewesen. Einige Teilindices würden für eine Verbesserung, andere für eine Verschlechterung sprechen. Unter dem Strich erwarte man einen Anstieg um 0,2% gegenüber dem Vormonat. Eine Verbesserung werde auch für den Philadelphia FED Index erwartet. Der Marktkonsens besage, dass der regionale Einkaufsmanagerindex den negativen Bereich im Juni wieder verlasse und exakt auf der Nulllinie zum Liegen komme. Bei den Verkäufen bestehender Häuser rechne der Markt mit einer leicht nachlassenden Dynamik und einem Rückgang von 4,62 auf 4,57 Mio. Häuser im Mai. (21.06.2012/ac/a/m)
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