Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Metallpreise haben sich nur bedingt von der Euphorie nach den Aussagen von EZB-Präsident Draghi und dem daraus resultierenden festen Euro anstecken lassen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Zwar hätten alle Metallpreise direkt nach den Äußerungen von Draghi mehrtägige Höchststände verzeichnet, allerdings habe sich die Euphorie auch schnell wieder merklich abgekühlt, sodass ein Teil der zwischenzeitlichen Gewinne wieder abgegeben worden sei. Heute dürfte das Hauptaugenmerk der Marktteilnehmer auf die am Nachmittag zur Veröffentlichung anstehenden BIP-Zahlen für das zweite Quartal in den USA liegen. Die USA sei nach China der weltweit zweitgrößte Metallkonsument.
Dass das Marktumfeld für die Minenunternehmen bei den aktuellen Preisen höchst schwierig sei, würden die jüngsten Berichterstattungen der Unternehmen zeigen. So habe der Gold- und Kupferproduzent Barrick Gold (ISIN CA0679011084/ WKN 870450) aufgrund von massiv gestiegenen Material- und Arbeitskosten das "Cerro Casale" Kupfer-Gold-Projekt in Chile auf unbestimmte Zeit verschoben. "Cerro Casale" sei eines der größten unerschlossenen Kupfer-Gold-Vorkommen der Welt.
Auch der weltweit größte Minenkonzern BHP Billiton (ISIN GB0000566504/ WKN 908101) habe z.B. die geplante Erweiterung der "Olympic Dam"-Mine in Australien auf den Prüfstand gestellt. Solche Maßnahmen würden dazu beitragen, dass vor allem dem Kupfermarkt mittel- bis langfristig dringend benötigtes Angebot fehle, was die Preise nach oben treiben dürfte. (27.07.2012/ac/a/m)
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