Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Das US-Landwirtschaftsministerium veröffentlicht heute Daten zu den US-Getreidelagerbeständen zum 1. Juni und zu den endgültigen Anbauplänen der US-Farmer für das Erntejahr 2012/13, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Die US-Maisvorräte dürften Anfang Juni auf 3,15 Mrd. Scheffel abgesunken sein. Dies wäre 14% weniger als vor einem Jahr und das niedrigste Niveau zu diesem Zeitpunkt seit acht Jahren. Hieraus ergebe sich nicht notwendigerweise ein Revisionsbedarf für die erwarteten Lagerendbestände. Bislang rechne das USDA mit einem Bestand von 851 Mio. Scheffel am Ende des laufenden Erntejahres im September, was einem Rückgang um 25% gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Allerdings habe der vierteljährliche Lagerbestandsbericht in der Vergangenheit häufig für Überraschungen gesorgt, was zu kräftigen Preisausschlägen geführt habe. Hiervon würde vor allem der Juli-Terminkontrakt betroffen sein, welcher noch die alte Ernte repräsentiere. Für die Terminkontrakte mit späterer Fälligkeit seien die endgültigen Anbaupläne von Bedeutung.
Laut letzter Umfrage solle die US-Maisfläche in diesem Jahr auf gut 96 Mio. Morgen steigen, was nochmals leicht über den vorläufigen Anbauplänen vom März liegen würde. Dies würde helfen, die witterungsbedingt zu erwartenden Abwärtsrevisionen der Flächenerträge teilweise zu kompensieren. Eine höhere Anbaufläche könnte daher den September- und Dezember-Kontrakt belasten. (29.06.2012/ac/a/m)
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