Detmold (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" bleiben bei der Google-Aktie (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY) ohne Engagement.
In der Technologiebranche herrsche ein Hauen und Stechen, jeder gegen jeden. Die Großkonzerne Google und Oracle (ISIN US68389X1054/ WKN 871460) seien aneinander geraten. Oracle habe Google verklagt, weil der Suchmaschinenbetreiber nach Einschätzung von Oracle im Zusammenhang mit dem Betriebssystem Android Patente verletzt habe.
Das zuständige Gericht sei zu einer anderen Einschätzung gekommen. Eine Patentverletzung habe nicht eindeutig festgestellt werden können. Somit gehe diese Runde an Google, dass mindestens eine weitere folgen werde, sei höchst wahrscheinlich. Für Oracle sei die Schlappe besonders bitter, weil der weltweit größte Softwarehersteller im Vorfeld einen Vergleich abgelehnt habe.
Google habe in diesem Rahmen angeboten, 2,8 Mio. EUR für die Zeit bis 2011 sowie eine Umsatzbeteiligung für die Zukunft an Oracle zu bezahlen. Die Beteiligung sollte sich in einer Größenordnung von weniger als einem Prozent der mit Android erzielten Erlöse bewegen. Das sei Oracle offenbar nicht genug gewesen. Besonders üppig wären die Zahlungen tatsächlich nicht ausgefallen. Als Anhaltspunkt sollte die Tatsache dienen, dass Google mit Android im ersten Quartal 2010 nach eigenen Angaben knapp 100 Mio. Dollar eingenommen habe.
Nachdem die Entscheidung bekannt worden sei, sei es bei den Anteilsscheinen der beiden Großkonzerne zu keinen nennenswerten Kursreaktionen gekommen. Die in Rede stehenden Summen seien schlicht zu gering, um richtungsweisende Impulse zu liefern. Der Google-Titel habe 1,4% gewonnen, die Papiere von Oracle hätten um 1,2% zugelegt.
Die Anteilsscheine des US- amerikanischen Suchmaschinenbetreibers hätten bisher kein gutes Jahr erlebt. In den zurückliegenden fünf Monaten habe die Aktie kräftig Federn lassen müssen. Operativ sei Google unverändert auf dem richtigen Weg, doch würden aktuell die tragenden Impulse fehlen, die bei den Investoren für Kaufinteresse sorgen könnten. Die Charttechnik biete auch kein Bild, das Lust auf einen Einstieg mache.
Dementsprechend bleiben die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" bei der Google-Aktie ohne Engagement. (Ausgabe 81 vom 29.05.2012) (30.05.2012/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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