Bonn (www.aktiencheck.de) - In Deutschland werden die BIP-Detaildaten (Do., 24.05., 8 Uhr) für das erste Quartal bekannt gegeben, so die Analysten von Postbank Research.
Dabei dürfte für das gesamte BIP die vorläufige Schätzung eines Zuwachses um 0,5% gegenüber dem Vorquartal bestätigt werden. Der größte Teil des Wachstums dürfte aus dem Außenhandel stammen, da sich insbesondere die Exporte in Länder außerhalb der EWU zu Jahresbeginn sehr positiv entwickelt hätten. Der private Verbrauch dürfte ebenso wie der Staatsverbrauch verhalten gestiegen sein. Dagegen seien die Bruttoanlageinvestitionen wohl gesunken, nicht zuletzt weil der zwischenzeitliche starke Wintereinbruch die Bautätigkeit behindert habe.
In den USA würden nur sehr wenige Konjunkturdaten veröffentlicht. Darunter würden die Angaben zur landesweiten Preisentwicklung bei Wohnimmobilien sowie zu den Neubauverkäufen (jeweils Mi., 23.05., 16 Uhr) Indikationen über die aktuelle Entwicklung am Immobilienmarkt liefern. Von Dynamik sollte allerdings bei beiden Größen noch nichts zu spüren sein.
Die wichtigsten Stimmungsindikatoren für die deutsche Wirtschaft seien in den letzten Monaten auseinander gedriftet. Während der ifo-Geschäftsklimaindex (Do., 24.05., 10 Uhr) zuletzt sechsmal in Folge gestiegen sei, sei der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe (Do., 24.05., 9:30 Uhr) in den kontraktiven Bereich gefallen. Die Analysten würden erwarten, dass sich die Lücke im Mai von beiden Seiten her ein wenig schließe. Für den ifo-Index würden sie mit einem leichten Rückgang auf 109,8 Punkte rechnen, während sich der Einkaufsmanagerindex auf 47,0 Punkte erholen sollte. Aufschläge erwarte man auch beim deutschen Serviceindex sowie bei den EWU-Einkaufsmanagerindices für das Verarbeitende und das Nicht-Verarbeitende Gewerbe (Do., 24.05., 10 Uhr). Letztere sollten aber unterhalb der 50-Punkte-Marke und damit im kontraktiven Bereich bleiben.
Die US-Auftragseingänge langlebiger Güter (Do., 24.05., 14:30 Uhr) sollten im April eine Reaktion auf den kräftigen Rückgang im Vormonat gezeigt haben. Dieser sei vor allem durch eine massive Reduzierung der Flugzeugbestellungen verursacht worden. Zwar seien im April nochmals weniger Flugzeuge bei Boeing (ISIN US0970231058/ WKN 850471) geordert worden, der negative Einfluss sollte jedoch deutlich schwächer ausgefallen sein. Für die gesamten Aufträge würden die Analysten mit einem Plus von 0,9% gegenüber dem Vormonat rechnen, ohne den Transportsektor würden sie es mit 1,2% etwas höher veranschlagen. (18.05.2012/ac/a/m)
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