(Geändert wurden im letzten Absatz die Angaben zum bearbeitenden Institut.)
HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat Deutsche Bank mit 'Sell' und einem Kursziel von 20,00 (Kurs: 23,860) Euro in die Bewertung aufgenommen. Aufgrund der aktuell trüben Aussichten für Investmentbanken rate er nicht zu einem Investment in Aktien aus der Branche, schrieb Analyst James Chappell in einer Sektorstudie vom Montag. Die Beobachtung des Schweizer Konkurrenten Credit Suisse nahm er ebenfalls mit einer Verkaufsempfehlung auf und bestätigte diese für die britische Barclays .
Bei außerbörslich gehandelten Derivaten drohe eine verschärfte Regulierung, Kostensenkungen seien erforderlich und die Kapitalausstattung bleibe branchenweit zu niedrig, so der Experte weiter. Das negative Votum für die Aktie des deutschen Marktführers begründet er vor allem mit seinen niedrigen Erwartungen im Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen (FICC). Zudem könnte die Deutsche Bank im Rahmen einer im September stattfindenden Strategieveranstaltung nicht nur Kosteneinsparungen von 2,4 Milliarden Euro bekannt geben, sondern auch eine Kapitalerhöhung erwägen.
Bei der Credit Suisse moniert Chappell, dass die Verschuldung trotz der jüngsten Kapitalerhöhung noch zu hoch sei. Die Schweizer müssen seiner Meinung nach im FICC-Geschäft noch deutlichere Einschnitte vornehmen. Zu Barclays verwies der Experte auch auf bestehende Unsicherheiten bezüglich des Managements. Die Beobachtung der UBS nahm er hingegen mit 'Buy' auf, was er mit der vergleichsweise guten Kapitalsituation und dem reduzierten Fokus auf das Investmentgeschäft begründete.
Mit der Empfehlung 'Sell' sieht Berenberg auf Sicht von zwölf Monaten ein nachhaltiges Abwärtspotenzial von mehr als 10 Prozent für die Aktie.
Analysierendes Institut Berenberg. Die Einstufung 'Buy' bedeutet, dass auf Sicht von zwölf Monaten ein nachhaltiges Kurspotenzial von mehr als 10 Prozent für die Aktie erwartet wird./tih/gl/ag
Analysierendes Institut Berenberg.
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