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BASF-Aktie: BASF in den Dow Jones Global Titans 50 Index aufgenommen

Ludwigsburg (www.aktiencheck.de) - Christoph Scherbaum von "Die Börsenblogger" nimmt die BASF-Aktie (ISIN DE000BASF111/ WKN BASF11) charttechnisch unter die Lupe.

Nicht erst seit der Eurokrise und den damit verbundenen Konjunkturschwächen auf dem alten Kontinent hätten die europäischen Konzerne wie BASF erkannt, dass sie sich verstärkt nach neuen Absatzmärkten umschauen müssten. Auch vor der Krise sei das weltweite Wirtschaftswachstum von aufstrebenden Volkswirtschaften wie China oder Brasilien angekurbelt worden, während die Wachstumsraten in Europa eher mau ausgefallen seien.

Trotz Krise würden die 30 DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900)-Konzerne am Ende der diesjährigen Dividendensaison mit fast 28 Mrd. Euro den zweithöchsten Betrag nach 2007 ausgeschüttet haben und 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Erfolg der Unternehmen sei auch damit zu erklären, dass die großen deutschen Firmen mittlerweile verstärkt in den wachsenden Märkten der Schwellenländer tätig seien und sich somit ein Stück weit von dem europäischen Heimatmarkt unabhängig gemacht hätten.

Der weltweit führende Chemiekonzern BASF habe bereits früh die Zeichen der Zeit erkannt und möchte nun sogar noch mehr in den Schwellenländern wachsen. "Zwischen 2011 und 2015 plant die BASF weltweit Investitionen von rund 15 Mrd. Euro, um das organische Wachstum weiter voranzutreiben", habe BASF-Vorstand Michael Heinz dem "Tagesspiegel" gesagt, wobei 30 bis 40 Prozent davon auf die Schwellenländer entfallen sollten. In der Zeit nach 2015 solle der Anteil der Investitionen, der auf die Schwellenländer entfalle sogar noch mehr wachsen. Laut Heinz wolle das Unternehmen zwischen 2016 und 2020 insgesamt 15 bis 20 Mrd. Euro und etwa 35 bis 45 Prozent davon in das Wachstum des Geschäfts in den Schwellenländern investieren.

Zu den Gründen für diesen Schritt gehöre laut Heinz eine Absicherung gegen die Nachfrageeinbrüche in Europa, die sich aufgrund der Eurokrise ergeben hätten. "Die Unsicherheit durch die Schuldenkrise in Europa führt zu einer Zurückhaltung der Konsumenten, und das beeinflusst am Ende auch unser Geschäft. So stehen wir auf mehreren Beinen und sind trotz der Schuldenkrise zuversichtlich", habe Heinz zu den geplanten Investitionen des Unternehmens gesagt.

Ganz nebenbei sei BASF kürzlich in den Dow Jones Global Titans 50 Index aufgenommen worden, dessen neue Zusammensetzung ab 15. Juni in Kraft trete. In diesem Index seien die 50 größten börsennotierten Unternehmen der Welt vertreten. Zu den Auswahlkriterien würden neben der Marktkapitalisierung auch Umsatz und Nettogewinn der Unternehmen sowie der frei handelbare Streubesitz der jeweiligen Aktie gehören. Gleichzeitig rette BASF mit dem Aufstieg in diese Liste ein wenig die deutsche Ehre, denn während BASF aufsteige, müssten Allianz (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) und E.ON (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) den Index verlassen.

Wer BASF auf seinem weiteren Weg in die Schwellenländer und dem dortigen Wachstum des Unternehmens profitieren möchte, erhält derzeit einen weltweiten Blue Chip mit einem 2012er-KGV von 9,2 und einer Dividendenrendite von 4,7 Prozent relativ günstig, so Christoph Scherbaum von "Die Börsenblogger". (Analyse vom 04.06.2012) (06.06.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.

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