Detmold (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten Anlegern, bei der Aktie von Hewlett-Packard (ISIN US4282361033/ WKN 851301) auf ein Engagement zu verzichten.
Für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres habe der führenden PC- Hersteller einen Umsatzrückgang von 3% auf 30,7 Mrd. USD gemeldet. Was zunächst einmal nicht sonderlich positiv klinge, relativiere sich aber beim Blick auf die Konsensschätzung. Diese habe bei 29,9 Mrd. USD und damit deutlich niedriger gelegen. Das Ergebnis liege mit einem starken Rückgang auf 1,59 Mrd. USD um fast ein Drittel niedriger als im entsprechenden Vorjahresquartal. Die Anlegerseite habe sich jedoch ob der übertroffenen Erwartungen dankbar gezeigt und der Aktie nachbörslich zu einem deutlichen Anstieg verholfen.
Die positive Stimmung dürfte auch damit zusammenhängen, dass der Konzern im Zusammenhang mit der veröffentlichten Quartalsbilanz angekündigt habe, weiter einen scharfen Sparkurs zu fahren. Die Zusammenlegung der Drucker- mit der PC-Sparte werde bereist seit Monaten forciert. Einhergehend solle die Belegschaft um rund 8% (27.000 Arbeitsplätze) verringert werden und so bis zum Jahr 2014 zu Einsparungen in einer Größenordnung von 3 bis 3,5 Mrd. USD pro Jahr beitragen. Allerdings seien die Restrukturierungskosten auf 1,7 Mrd. USD beziffert worden.
Nach Einschätzung der Experten werde sich der Konzern aus seiner Misere nur befreien können, wenn es gelinge, in Sachen Produktpalette neue Akzente zu setzen. Diesbezüglich sehe es allerdings weiterhin düster aus, denn weder im Bereich Smatphones noch im Tablet-Segment habe der Konzern einen Kassenschlager landen können. Wenngleich der Titel einen kräftigen Kurssprungs vollzogen habe, sei damit ihrer Meinung nach keineswegs sicher, dass Hewlett-Packard wieder durchstarten könne.
Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" stehen der Aktie von Hewlett-Packard weiterhin skeptisch gegenüber und raten Anlegern, auf ein Engagement zu verzichten. (Ausgabe 80 vom 24.05.2012) (25.05.2012/ac/a/a)
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