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Zehn gute Gründe für Aktienanlagen

Zürich (www.aktiencheck.de) - Aktienanleger erleben eine schwierige Zeit: Die Aktienmärkte zeigten über mehrere Jahre eine hohe Volatilität, aber nur temporäre Gewinne; doch auch wenn kurzfristig Vorsicht geboten ist - langfristig spricht vieles für Aktien, wie der aktuelle "Investment Focus" der Bank Sarasin zeigt.

Zurzeit würden vor allem Sorgen um die politische und wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum sowie Unsicherheiten bezüglich der globalen Konjunkturentwicklung auf den Aktienkursen lasten. Kurzfristig dürfte das Umfeld für Aktien schwierig bleiben. Auch die Bank Sarasin empfehle deshalb, gegenwärtig in der Portefeuille-Strukturierung Aktien unterzugewichten. In den Medien würden vielfach nur noch die Nachteile von Aktien, wie das gegenüber festverzinslichen Anlagen überdurchschnittliche Risiko, die Abhängigkeit des Kursverlaufs von der Konjunktur oder spekulationsgetriebene Kursschwankungen in den Vordergrund geschoben.

Trotzdem gebe es gute Gründe dafür, langfristige Aktienpositionen aufzubauen - insbesondere in Zeiten einer Börsenbaisse. Das wichtigste Argument sei, dass mit Aktien mittel- und langfristig eine attraktive Rendite erwirtschaftet werden könne. Darüber hinaus gebe es neun weitere Gründe, die für eine Investition in Aktien und die Pflege der Aktienkultur sprechen würden.

1) Die Ausschüttungsrendite sei neben der Kursentwicklung eine wichtige Komponente des Gesamtertrags einer Aktie. Der Kursrückgang an den Börsen habe den Vorteil, dass Beteiligungen an den Unternehmen günstiger seien und - gleichbleibende Ausschüttungen vorausgesetzt - die jährliche Ausschüttungsrendite dadurch steige. Dies steigere im heutigen Tiefzinsumfeld die relative Attraktivität von Aktienanlagen.

2) An der Börse könne der Anleger seine Investitionsentscheidungen rasch in die Tat umsetzen. Im Gegensatz zu privat gehaltenen Unternehmensbeteiligungen oder Immobilien seien an der Börse notierte Aktiengesellschaften sehr einfach erwerb- oder veräußerbar. Insbesondere in unsicheren Zeiten könne es ein riesiger Vorteil sein, in liquiden Anlagen investiert zu sein.

3) Wer in Aktien investiere, stelle der Wirtschaft das benötigte Kapital zur Verfügung und trage damit dazu bei, dass der finanzielle Treibstoff für eine funktionierende Wirtschaft vorhanden sei. Am Kapitalmarkt würden Unternehmen, die Geld benötigen würden, Anleger finden, welche bereit seien, Geld zu investieren. So erleichtere eine Börsennotierung den Zugang zu Eigenkapital. Die Handelsplattformen würden die Marktliquidität fördern, die Transaktionskosten verringern und eine Markttransparenz herstellen, die auch dem Schutz vor Manipulationen diene.

4) Am Aktienmarkt habe jeder Kleininvestor die Möglichkeit, sich an einem Unternehmen zu beteiligen, dessen Geschäftsmodell ihn überzeuge. So hätten private Investoren beispielsweise am Erfolgsmodell und der Wertvermehrung von Apple (ISIN US0378331005/ WKN 865985) oder McDonald's (ISIN US5801351017/ WKN 856958) teilhaben können, am Erfolg von Ikea oder Red Bull dagegen nicht, da sich diese Gesellschaften in Privatbesitz befinden würden.

5) Nicht nur den Investoren, sondern auch der Öffentlichkeit komme es zugute, dass börsennotierte Aktiengesellschaften regelmäßig über den Geschäftsgang und die finanzielle Situation Rechenschaft ablegen müssten. Diese Transparenz sei neben dem Mitspracherecht ein wesentlicher Vorteil für die Aktionäre.

6) Ein funktionierender Aktienmarkt und eine hohe Aktienakzeptanz in der Gesellschaft würden zum Erfolg einer Volkswirtschaft beitragen. Länder mit einer hohen Börsenkapitalisierung pro Kopf würden tendenziell ein höheres Bruttoinlandsprodukt pro Kopf ausweisen.

7) Aktienanlagen könnten in einem inflationären Umfeld dank steigenden Unternehmensgewinnen vor Kaufkraftverlust schützen. Zudem würden Anleger mit dem Kauf der Aktien einen Teil des Unternehmens erhalten und damit Anteile an Immobilien, Grundstücken, Maschinen, Produkten etc. halten.

8) Mit Aktienanlagen sei eine Risikostreuung selbst mit geringen Beträgen möglich. Die Umsetzung der wichtigen Anlegerregel "nicht alle Eier ins gleiche Nest zu legen" falle somit leicht.

9) Langfristig seien Aktienanlagen rentabler als festverzinsliche Anlagen. Je länger der Anlagehorizont sei, desto besser fahre ein Anleger mit Beteiligungspapieren. (12.07.2012/ac/a/m)

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