Spanischer Wirtschaftsminister: Brauchen maximal 62 Milliarden Euro für BankenFRANKFURT (dpa-AFX) - Spanien braucht laut Wirtschaftsminister Luis de Guindos
maximal 62 Milliarden Euro aus dem Hilfspaket für die Banken. Mit den von der EU
in Aussicht gestellten 100 Milliarden Euro habe man daher ein
'Sicherheitspolster', sagte de Guindos im Gespräch mit der 'Frankfurter
Allgemeinen Zeitung' (Freitagausgabe). 'Der Kredit geht an Spanien und wird von
unserem Bankenrestrukturierungsfonds (Frob) aufgenommen. Spanien steht dafür
ein. Der Zeitrahmen beträgt 12,5 Jahre.'
De Guindos versicherte, zudem dass sein Land die europäischen Hilfskredite zur
Sanierung der Banken voll zurückzahlen wird. 'Wir haften für die Rückgabe. Ich
bin überzeugt, dass es nicht den geringsten Verlust für die Kreditgeber geben
wird.'
Er zeigte sich überzeugt, dass Spanien sich schneller erholen wird, als heute
erwartet. 'Spanien wird sein Wachstumsmodell ändern. Es wird nicht mehr der Bau
sondern der Export sein.' Und fügte an: 'Ich bin überzeugt, dass die spanische
Wirtschaft in den nächsten drei Jahren für eine Überraschung gut ist.'
Die spanische Regierung hatte am Mittwoch ein neues 64 Milliarden Euro schweres
Paket von Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen vorgelegt./jsl/he
Quelle: dpa-AFX