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Basiswissen Fonds

Um die richtigen Investmententscheidungen treffen zu können, ist ein Grundlagenwissen über Fonds hilfreich. Was ist eigentlich ein Investmentfonds und welche verschiedenen Fondarten gibt es? Um festzustellen, welche Fonds mit den eigenen Anlagezielen deckungsgleich sind, wird in diesem Bereich kurz beschrieben, in welche Wertpapiere die unterschiedlichen Fonds investieren und welche verschiedenen Merkmale sie aufweisen.

Investmentfonds (Fortsetzung)

Offene Immobilienfonds

Diese Art der Investmentfonds investiert in Grundstücke, Erbbaurechte und vorwiegend in Gewerbeimmobilien im In- und Ausland aber auch in liquide Zinspapiere. Der Privatanleger hat durch den Immobilienfonds die Chance, auch mit kleinen Beträgen von der Entwicklung des Immobilienmarktes zu profitieren. Ziel des Fonds ist es, durch Mieteinnahmen und Wertsteigerungen der Objekte eine konstante Rendite zu erwirtschaften, daher eignen sich Immobilienfonds besonders für langfristige Kapitalanlagen.

Altersvorsorge- oder AS-Fonds

Dieser Investmentfonds ist auf die private Altersvorsorge spezialisiert. Der Fonds setzt auf eine langfristig ertragsstarke und substanzkräftige Anlageform. Der AS-Fonds muss gesetzliche Anforderungen erfüllen, darin werden bestimmte Maximal- und Mindestgrenzen für Aktien, Rentenwerte und Immobilien festgelegt. Es besteht die Pflicht, Erträge zu thesaurieren, sowie Sparpläne, Auszahlungspläne und kostenlose Umschichtungsmöglichkeiten anzubieten.

Hedgefonds

Hedgefonds sind Investmentfonds, die keinen Anlagerichtlinien, wie z.B. bei einem Aktienfonds, unterliegen und somit alle Arten von Finanzinstrumenten nutzen können. Der Fonds strebt mit einer spekulativen Anlagestrategie eine sehr hohe Rendite an, wodurch das Risiko im Vergleich zu anderen Arten von Investmentfonds steigt. Das Fondsmanagement eines Hedgefonds ist in seinem Anlagespektrum sehr flexibel, so kann beispielsweise in Rentenpapiere, Aktien usw. investiert werden, aber auch der Einsatz von Derivaten und Leerverkäufen ist typisch. Mit Hilfe von Fremdfinanzierungen versucht der Fonds, eine höhere Eigenkapitalrendite zu erwirtschaften (Leverage-Effekt). Der Fonds dient somit nicht, wie irrtümlicher Weise angenommen werden kann, zum hedgen (absichern) des eigenen Depots.

Branchenfonds

Diese Investmentfonds investieren nur in Aktien einer bestimmten oder mehrerer Branchen bzw. Wirtschaftssektoren. Mögliche Sektoren für einen Branchenfonds sind: Technologie & Telekom, Immobilien/Reits, Gesundheit, Finanzwerte, Rohstoffe, Ökologie / Umwelttechnologie, Energie, Internet, Konsumgüter, Biotechnologie usw.

Geschlossene Fonds

Der Erwerb eines Anteils an einem geschlossenen Fonds ist mit einer unternehmerischen Beteiligung gleichzusetzen. Innerhalb einer bestimmten Zeit (Platzierungszeitraum) wird Geld für die Finanzierung eines vorher definierten Projektes gesammelt. Ist die benötigte Geldmenge erreicht, wird der Fonds geschlossen und erst wieder nach langer Laufzeit mit der Veräußerung des Objektes aufgelöst. Verbreitete Investitionsgüter geschlossener Fonds sind Immobilien, Schiffe, Produktionsanlagen für erneuerbare Energien und Filme. Die Chancen und Risiken dieser Anlage entsprechen dem eines Unternehmers. Im Extremfall droht ein Totalverlust und evtl. eine Nachschusspflicht.

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