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Agrarius und Krones im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I

Börsenwelt Presseschau :

Die Experten des erklären: Im Jahr 1960 mussten zwei Menschen von den landwirtschaftlichen Erzeugnissen eines Hektars satt werden (Anmerkung der Redaktion: Ein Hektar, kurz ha, entspricht einer Fläche von 100 mal 100 Meter, also 10.000 Quadratmeter.). In sechs Jahren, also im Jahr 2020, muss ein Hektar schon fünf Menschen ernähren. Ottmar Lotz, Vorstandsvorsitzender der Agrarius AG, sprach im Interview auch über den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens, der nun deutlich zulegen dürfte. Das Unternehmen ist vor allem in der preisgünstigen, ackerbaulich sehr attraktiven und infrastrukturell bestens ausgebauten rumänischen Region Banat auf eigenen und gepachteten Flächen aktiv. Insgesamt soll die bewirtschaftete Fläche bis zum Jahr 2016 von 3.200 auf 10.000 Hektar vergrößert werden. Die Pacht-Restlaufzeit beträgt durchschnittlich mehr als fünf Jahre. Es gebe zwar Wettbewerb um die Flächen, auf der anderen Seite profitiere das Unternehmen vom guten Ruf in der Region und der pünktlichen Zahlung der Pachten, was bei der Pachtvertragsverlängerung und Neuakquise sehr hilft. Agrarius baut vor allem Winterweizen, Winterraps, Sonnenblumen und Körnermais an. Die Sparte "Agrar Investment Services" bietet Investoren den sicheren Kauf oder die Pacht von Ackerland an und besitzt für Lotz hohes Potenzial.

Agrarius hat in den vergangenen zwei Jahren die Kosten für Personal, Treibstoff, Reparaturen und Ersatzteile um rund 30 Prozent gesenkt. Ottmar Lotz erklärte: "Ausgehend von diesen ersten Erfolgen sind wir weiterhin sehr kostensensitiv und sehen Optimierungspotential für die Zukunft, zum Beispiel durch eine noch bessere Auslastung unserer modernen Maschinen." Bezüglich des zuletzt sinkenden Weizenpreises sagte der Vorstandsvorsitzende: "Wir haben über Vorkontrakte bereits 5.000 Tonnen zu einem Durchschnittspreis von 152,60 Euro pro Tonne verkauft. Die verbleibenden 2.000 Tonnen werden nach der Ernte vermarktet. Bei der Sonnenblume haben wir 500 Tonnen zu 400 Euro pro Tonne verkauft und uns damit ein aus heutiger Sicht attraktives Preisniveau gesichert." Die geplante Verdreifachung der Anbaufläche in den nächsten drei Jahren soll erhebliche Skaleneffekte einbringen. Lotz erklärte: "Wir haben das genau analysiert. Mit unserem derzeitigen Maschinenpark können wir rund 1.000 Hektar zusätzlich bearbeiten. Die Administrationskosten würden in diesem Fall schon um 66 Euro pro Hektar sinken, bei zusätzlichen 2.000 Hektar um rund 107 Euro pro Hektar und so weiter. Mit zunehmender Fläche wird die Kurve natürlich flacher, aber im Grunde genommen geht es darum, unsere Fixkosten auf mehr Hektar zu verteilen."

Lotz möchte zudem die Wertschöpfungskette verlängern: "Unsere Sonnenblumen sollen durch Schälen, Reinigen und Verpacken weiterverarbeitet werden. Die Pläne gehen bis zu einer Direktvermarktung über das Internet und entsprechender Transparenz für den Kunden. Die zu erzielenden Margen sind sehr attraktiv für uns, bedingen jedoch Investitionen in die notwendigen Maschinen. Im Jahr 2014 möchten wir dieses Projekt angehen." Auch das wirkt sich positiv für die Gewinnspannen aus. Lotz verweist zudem auf die bereits getätigten Investionen für den Ausbau des Geschäfts und die Übernahme von Betrieben: "Im Jahr 2012 hat uns die (wetterbedingt schlechte) Körnermaisernte einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das bedingt auch das momentane Kursniveau der Aktie. Die Gesellschaft war in ihrer jungen Historie noch nie so gut aufgestellt wie heute. Auf der anderen Seite möchten wir den Sprung hin zur nachhaltigen Erzielung positiver Ergebnisse machen. Dazu müssen wir wachsen und unsere Kosten, welche mit steigender Fläche nahezu gleichbleiben, auf mehr Hektar verteilen. Alle anderen Hausaufgaben - auch zum Management des Wachstums - wurden bereits erledigt. Danach ist auch eine durchschnittliche EBIT-Marge von 15 bis 20 Prozent durchaus erzielbar."

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24.07.2014, 19:15, Stuttgart

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