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AKTIE IM FOKUS 2: Allianz schwach am Dax-Ende - Mittelabflüsse belasten

(neu: Schlusskurse, Kommentare von Independent Research und Societe Generale)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Allianz-Aktien haben am Donnerstag deutlich an Wert verloren. Einigen Anlegern habe das operative Ergebnis und die Mittelabflüsse in der Vermögensverwaltung sauer aufgestoßen, sagte ein Marktteilnehmer mit Blick auf die Jahreszahlen des Versicherers. Entsprechend schlossen die Papiere 2,29 Prozent tiefer bei 128,00 Euro. Sie gehörten damit zu den schwächsten Wert im europäischen Versicherungssektor und waren der größte Verlierer im Dax , der mit einem Minus von 0,76 Prozent endete.

Zu den Belastungsfaktoren gehörte laut Marktteilnehmern die Entwicklung in der Vermögensverwaltung. Hier hatte der Versicherer aufs Jahr gesehen zwar so viel wie nie zuvor verdient, das operative Ergebnis des vierten Quartals hatte jedoch deutlich unter Vorjahresniveau gelegen.

EQUINET: GUTE ZAHLEN, SOLIDER AUSBLICK - ABER KURSTREIBER FEHLEN

Laut Analyst Thorsten Wenzel von der DZ Bank wurden damit die Erwartungen etwas verfehlt. Hinzu kommen hohe Mittelabflüsse, die von der Allianz auf einen schwachen US-Dollar zurückgeführt wurden. Als unerwartet schwach bezeichnete Wenzel das Abschneiden der Allianz in der Lebens- und Krankenversicherung. Vor dem Hintergrund des Niedrigzinsumfelds und der Schwierigkeiten im Asset Management sei der Ausblick aber 'eindeutig optimistischer' als er prognostiziert habe. Gleichwohl bleibt der Experte bei seiner Verkaufsempfehlung.

Kollege Philipp Häßler von Equinet sprach von guten Zahlen und einem soliden Ausblick. Er sieht jedoch keine Veranlassung von der Empfehlung abzurücken, die Aktien nur zu halten. Es fehle einfach an Kurstreibern. Das Niedrigzinsumfeld werde das schwache Geschäft mit Lebens- und Krankenversicherungen auch weiter belasten, während die Schaden- und Unfallversicherung von steigenden Preise profitiere - wenn auch wohl weniger stark als zuletzt.

INDEPENDENT: SCHADEN/UNFALL ÜBERRASCHT POSITIV

Den Analysten Stefan Bongardt vom Analysehaus Independent Research hat insbesondere die operative Entwicklung im Schaden- und Unfallgeschäft positiv überrascht. Der Dividenenvorschlag liege ebenfalls etwas höher als von ihm erwartet. Für das laufende Jahr hob der Experte seine Schätzung für den Gewinn je Aktie an.

Die Kennziffern hätten weitgehend den Erwartungen entsprochen, schrieb Analyst Nick Holmes von der französischen Großbank Societe Generale. Der Gewinnausblick des Versicherers für 2014 zeuge allerdings nicht gerade von großer Zuversicht. Er behielt seine Verkaufsempfehlung bei und ließ das Kursziel unverändert bei 118 Euro.

Frank Kopfinger von der Commerzbank blieb hingegen bei seiner Kaufempfehlung für die Allianz-Aktie. Aus seiner Sicht lagen die Zahlen im Rahmen und der Ausblick sei 'stark'. Dies in Verbindung mit einer aktiveren Geschäftspolitik in der Vermögensverwaltung rechtfertige seine positive Einschätzung./edh/ag/he

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22.04.2014, 17:45, außerbörslich

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