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AKTIE IM FOKUS 2: Commerzbank nun sehr schwach am Dax-Ende nach Pressebericht

(neu: Bericht des Manager-Magazins, Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien der Commerzbank haben am Dienstag mit deutlichen Kursbewegungen auf zwei im Handelsverlauf veröffentlichte Presseberichte reagiert. Nachdem die Papiere am Vormittag zunächst noch in Reaktion auf einen Artikel der 'Financial Times' ('FT') mit einem Plus von zeitweise mehr als drei Prozent an die Dax-Spitze gesprungen waren, drehten sie am Nachmittag abrupt ins Minus. Grund für diese Kehrtwende war ein Bericht des 'Manager Magazins', wonach bei dem Institut Vorbereitungen für eine Kapitalerhöhung laufen.

Zum Handelsschluss verloren die Commerzbank-Papiere am Dax-Ende 3,12 Prozent auf 1,399 Euro. Am Nachmittag waren sie sogar um mehr als 5 Prozent abgesackt. Der Leitindex gab um 0,23 Prozent auf 7.966,12 Punkte nach.

'GERÜCHT RELATIV PLAUSIBEL'

Die Bank habe bereits die Institute Deutsche Bank und UBS mit den Vorbereitungen für eine Kapitalerhöhung beauftragt, berichtete die Online-Ausgabe des 'Manager Magazins' unter Berufung auf Finanzkreise. Unklar sei noch das Volumen der Aktienplatzierung. Ein Sprecher der Commerzbank wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.

Analyst Christian Hamann von der Hamburger Sparkasse bezeichnete das Gerücht über die Kapitalerhöhung als relativ plausibel. Da die Risiken schneller stiegen als die Bilanzsumme sinke, steige der Kapitalbedarf.

'FT': FORTSCHRITTE BEI ABWICKLUNG DER EUROHYPO

Zuvor hatte die 'FT' berichtet, dass die Commerzbank bei der Abwicklung der Tochter Eurohypo vorankomme. Eine Gruppe von US-Finanzinvestoren wolle in Großbritannien ein Paket über Immobilienfinanzierung in Höhe von fünf Milliarden Pfund (rund 5,7 Milliarden Euro) übernehmen, hieß es unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise. Sollte der Verkauf gelingen, wäre die teilverstaatlichte Bank auf einen Schlag große Teile oder sogar das gesamte Geschäft der Eurohypo in Großbritannien los.

Börsianer hatten die Nachrichten klar positiv bewertet. Offenbar seien einige Anleger der Auffassung, dass die Verhandlungen über den Verkauf des Paketes weit fortgeschritten seien, sagte zum Beispiel Analyst Ingo Frommen von der Landesbank Baden-Württemberg. Ein erfolgreicher Abschluss des Deals wäre aus seiner Sicht positiv, da die Commerzbank dann Eigenkapital freisetzten könnte./la/stb

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