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Aktien Asien: Chinesische Börsen schließen deutlich im Plus

dpa-AFX

TOKIO/HONGKONG/SCHANGHAI/SYDNEY/MUMBAI (dpa-AFX) - Die chinesischen Börsen haben sich am Mittwoch von ihrem größten Kursrutsch seit acht Jahren etwas erholt. Nachdem die Notierungen zunächst den dritten Tag in Folge im Minus lagen, schloss der Leitindex Shanghai Composite um 3,44 Prozent im Plus bei 3789,17 Punkten. Das sorgte auch für gute Stimmung an anderen asiatischen Börsen: Der Sammelindex Stoxx 600 Asia/Pacific legte zuletzt um 0,33 Prozent auf 172,02 Punkte zu.

Am Montag hatte die Börse in Shanghai annähernd 8,5 Prozent verloren und damit so viel wie seit Februar 2007 nicht mehr. Das schürte erneut die Sorge vor dem Platzen einer Aktienblase in China und belastete die Märkte weltweit. Auch am Dienstag und im frühen Mittwochshandel ging es weiter bergab.

In den vergangenen Monaten hatten Chinas Aktienmärkte eine extreme Berg- und Talfahrt hingelegt: Getrieben von Privatanlegern, die in großem Stil Aktien auf Kredit kauften, war der Leitindex in Shanghai binnen eines Jahres um über 150 Prozent gestiegen. Mitte Juni begann dann ein rasanter Kurseinbruch. Mit radikalen Eingriffen gelang es der Regierung zunächst, die Kurse zu stabilisieren.

Auch wenn sich die chinesischen Börsen sich wieder freundlicher zeigen - Experten rechnen damit, dass Chinas Aktienmärkte noch über Monate größeren Schwankungen ausgesetzt sein werden, weil sie jetzt extrem von staatlicher Unterstützung abhängig seien. "Schon die kleinsten Hinweise auf einen möglichen Rückzug des Staates aus den Märkten können zu Panikverkäufen führen", sagte die Wirtschaftsexpertin Sandra Heep vom Berliner China-Institut Merics.

Doch zunächst beruhigte sich die Lage: Der CSI-300-Index mit den 300 größten Unternehmen auf dem Festland kletterte am Mittwoch letztlich um 3,13 Prozent auf 3930,38 Punkte. Auch er war zu Wochenbeginn eingebrochen.

Der Hang-Seng-Index in Hongkong entwickelte sich ebenfalls freundlicher. Er notierte kurz vor Handelsschluss 0,44 Prozent im Plus bei 24 606,56 Punkten. Anders als die weitgehend verschlossenen Festland-Börsen steht der Aktienmarkt in Hongkong westlichen Investoren offen, was für mehr Stabilität sorgt.

In Tokio beendete der Nikkei-225-Index den Handel mit minus 0,13 Prozent auf 20 302,91 Punkten. Hier standen Unternehmenszahlen im Fokus: Der Halbleiterausrüster Tokyo Electron verbuchte die höchsten Verluste im japanischen Leitindex mit minus 11,44 Prozent. Wegen der Sorgen um die Nachfrage aus China hatte das Unternehmen seinen Umsatz- und Gewinnausblick gekappt. Auch der Roboterhersteller Fanuc enttäuschte mit seinen Geschäftszahlen - die Papiere brachen um 10,66 Prozent ein. Auch Fanuc senkte seine Jahresprognose, weil das Management eine sinkende Nachfrage aus China befürchtet.

In Indien gewann der Sensex zuletzt 0,44 Prozent auf 27 577,43 Punkte. In Australien kletterte der ASX-200-Index bis zum Handelsschluss um 0,71 Prozent auf 5624,16 Punkte./mzs/das

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02.09.2015, 10:05, außerbörslich

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