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Aktien Asien: Verluste - Dramatischer Kurseinbruch in China - Sorge um Liqudität

dpa-AFX

TOKIO/HONGKONG/SCHANGHAI/SYDNEY (dpa-AFX) - Die anhaltenden Sorgen um die Liqiditätslage der chinesischen Banken hat am Montag für teils deutliche Verluste an den asiatischen Börsen gesorgt. Insbesondere auf dem chinesischen Festland brachen die Kurse erdrutschartig ein. Zudem knabbere der Handel noch immer an der Ankündigung der US-Notenbank Fed, ihre Anleihenkäufe zurückzufahren, sagten Börsianer. Der Stoxx Asia/Pacific 600 , der die 600 größten Unternehmen der Börsen in Australien, Hongkong, Japan, Neuseeland und Singapur enthält, gab um 1,67 Prozent auf 126,81 Punkte nach.

In China sackte der CSI 300 zeitweise um über 9 Prozent ab, am Ende betrug das Minus noch 6,31 Prozent auf 2.171,21 Punkte. Dies war der größte Verlust seit vier Jahren. Etwas weniger dramatisch war die Bewegung beim Hang-Seng-Index in Hongkong, dieser stand zuletzt mit 2,29 Prozent im Minus bei 19.799,49 Punkten. Auf Unternehmensseite kamen insbesondere die Bankentitel unter die Räder: China Minsheng Bank und Ping An Bank etwa verloren gut 10 Prozent.

Die Engpässe am chinesischen Geldmarkt sorgen bereits seit Tagen für Verunsicherung. Die chinesische Notenbank veröffentlichte jetzt am Montag auf ihrer Internetseite eine auf den 17. Juni datierte Erklärung, wonach sie das Finanzsystem Chinas für ausreichend mit Liquidität versorgt sieht. Die Banken seien jedoch aufgefordert worden, die Risiken aus der Kreditexpansion zu kontrollieren, hieß es weiter. Mit der Veröffentlichung des eine Woche alten Kommentars wolle die Notenbank deutlichen machen, dass sie nicht mehr Liquidität in den Markt pumpen will, sagte ein Experte.

Für zusätzliche Schwäche sorgten laut Beobachter Meldungen, wonach die chinesischen Wertpapieraufsicht CSRC bestimmte Regularien für Börsengänge wieder in Kraft setzen wolle. Dies dürfte weitere Liquidität aus dem Markt ziehen, hieß es von Beobachtern. Zudem mehren sich Hinweise auf eine weitere Abschwächung des Wirtschaftswachstums in China. Mit der UBS und Goldman Sachs haben inzwischen zwei renommierte Analystenhäuser ihre Wachstumsprognosen für die zweitgrößte Wirtschaftsnation der Welt gesenkt.

In Tokio konnte der Nikkei-225-Index belastet durch die anhaltende Yen-Schwäche die anfänglichen Gewinne nicht verteidigen und schloss mit einem Abschlag von 1,26 Prozent auf 13.062,78 Punkte. In Australien gab der ASX 200 um 1,47 Prozent auf 4.669,14 Punkte nach./tav/ag

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22.09.2014, 10:05, außerbörslich

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