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Aktien Europa: Verluste - Italien-Abstufung und China-Daten belasten

dpa-AFX

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Nach zwei Gewinntagen in Folge haben Europas Börsen am Mittwoch etwas nachgegeben. Laut Marktexperten drückten neben einer Abstufung der Kreditwürdigkeit Italiens schwache chinesische Handelsdaten auf die Stimmung. Der EuroStoxx 50 drehte nach einem freundlichen Auftakt schnell ins Minus: Gegen Mittag stand der Leitindex der Eurozone 0,40 Prozent tiefer bei 2.653,57 Punkten. Für den Cac 40 in Paris ging es um 0,29 Prozent bergab auf 3.832,48 Punkte, während der Londoner FTSE 100 0,27 Prozent auf 6.495,56 Punkte verlor. Der Mailänder FTSE MIB gab derweil um mehr als ein Prozent nach. Ähnlich schwach zeigte sich der IBEX-35-Index in Spanien, einem weiteren Euro-Problemland.

Am Vorabend hatte die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) die Kreditbewertung Italiens wegen schwacher Konjunkturaussichten von 'BBB+'auf 'BBB' gesenkt. Damit liegt sie nur noch zwei Stufen über dem sogenannten 'Ramsch-Niveau', mit dem gemeinhin spekulative Anlagen gekennzeichnet werden. Bei der Versteigerung neuer Staatsanleihen an diesem Mittwoch stiegen die Renditen an. Dazu legte die italienische Industrieproduktion im Mai weniger zu als erwartet, während sie in Frankreich einen leichten Rücksetzer erlitt. Der überraschende Rückgang der chinesischen Exporte und Importe im Juni ließ zwar die chinesischen Aktienkurse steigen, da die Anleger dort nun auf wachstumsfördernde Maßnahmen Chinas spekulieren. Doch wurden die Daten auch als Signal gesehen, dass die Weltwirtschaft sich weniger stark erholt als erwartet.

Aus Branchensicht wurden in Europa die als defensiv geltenden Aktien der Nahrungsmittel- und Getränkehersteller favorisiert: Der Stoxx Europe 600 Food & Beverage stieg um 0,14 Prozent. Ansonsten gab es fast nur Verlierer, wobei die konjunktursensiblen Titel der Rohstoffunternehmen mit 1,13 Prozent am deutlichsten nachgaben.

Unter den Einzelwerten fielen die Papiere von Burberry auf. Sie zogen gegen den Markttrend um 3,82 Prozent an und setzten sich damit an die 'Footsie'-Spitze. Der Hersteller hochpreisiger Bekleidung hatte im ersten Geschäftsquartal den Umsatz dank einer erfolgreichen Sommerkollektion stärker als erwartet gesteigert.

An der Mailänder Börse gaben die Aktien von Generali um 1,82 Prozent nach. Das Versicherungsunternehmen will seine deutsche Tochter von der Börse nehmen. Nach dem Kauf eines 3-Prozent-Anteils von Privatinvestoren halte man nun 96 Prozent an der Generali Deutschland Holding, hieß es.

Am moderat freundlichen Aktienmarkt in Zürich verloren die Roche-Aktien 0,25 Prozent, nachdem der Pharmakonzern mit dem Diabetes-Arzneimittelkandidaten Aleglitazar einen Rückschlag erlitten hatte. Das klinische Programm mit Aleglitazar werde nach einer geplanten Verträglichkeitsprüfung einer abschließenden klinischen Studie (Phase-III) beendet, teilt Roche mit. Grund seien Sicherheitsbedenken und fehlende Wirksamkeit./gl/rum

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