Für einen optimalen Ausdruck erlauben Sie bitte den Druck von Hintergrundfarben und -bildern

Aktien Frankfurt: Anhaltender Kursrutsch nach Ausverkauf an Wall Street

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt steckt auch am Freitag weiter im Tiefenrausch. Ein Ausverkauf an der Wall Street am Vorabend, die Staatspleite Argentiniens, anhaltende Kämpfe in der Ukraine mit Sanktionen gegen Russland, der Gaza-Konflikt und teils enttäuschende Geschäftszahlen auch aus Deutschland - das alles ist derzeit einfach zu viel für die Anleger. Der Dax verlor bis zum Mittag 2,09 Prozent auf 9210,66 Punkte. Seit Wochenbeginn liegt der Leitindex damit viereinhalb Prozent im Minus. Für den MDax ging es um 2,50 Prozent runter auf 15 395,99 Punkte. Der Technologieindex TecDax verlor 3,45 Prozent auf 1176,07 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand mit 1,48 Prozent im Minus bei 3069,48 Punkten.

Ein Kurssturz an der Wall Street mit 317 Punkten Minus im Leitindex Dow Jones Industrial sorgt für anhaltend hohe Nervosität an den Börsen. Nach der Zahlenflut der Vortage - die auch bei Dax-Konzernen wie Adidas mit einem Abschlag von über 15 Prozent oder der Lufthansa am Vortag erhebliche Kursreaktionen ausgelöst hatte - beruhigt sich die Nachrichtenlage aus der Berichtssaison. Der Börsenfokus liegt aber klar auf dem Arbeitsmarktbericht am Nachmittag aus den USA. Zuvor dürften Anleger nur sehr vorsichtig agieren. Ein enttäuschender Bericht könnte laut Jasper Lawler, Stratege bei CMC Markets, die Sorgen vor der Zinswende in den USA mildern und den Börsenrutsch aufhalten. Dirk Gojny von der National-Bank sieht in China erneut positive Nachrichten, nachdem beide Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe klar über 50 Punkten im Wachstumsbereich lagen.

Börsianer beleuchten die aktuelle Korrekturphase an den Aktienmärkten sehr kritisch. Der starke Anstieg der Schwankungsintensität - der "Volatilität" zeigt, dass Anleger die Risiken viel höher einschätzen als noch vor wenigen Wochen. Chefstratege Chris Weston von IG verweist vor allem auf die Sorgenfelder der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Krisenherde von Argentinien bis in die Ukraine, die Unsicherheit um die kommende Zinswende in den USA und auch teils enttäuschende Unternehmensdaten. Bringt das eine Trendwende am Markt, fragen sich Anleger.

ADIDAS RUTSCHEN WEITER AB - TELEKOM SPITZE

Adidas-Papiere rauschten nach zahlreichen Abstufungen durch Analysten in Reaktion auf die überraschend heftige Gewinnwarnung vom Vortag am Dax-Ende um weitere 3,99 Prozent auf 57,04 Euro weiter nach unten. Gegen den Trend stemmte sich dagegen die T-Aktie mit plus 0,37 Prozent auf 12,15 Euro. Der französische Internet- und Mobilfunkanbieter Iliad bietet nun 15 Milliarden Dollar für 56,6 Prozent der Telekom-Mobilfunktochter T-Mobile US .

Im MDax wird nun Fuchs Petrolub vorsichtig und an der Börse dafür mit einem Kursverlust von sieben Prozent auf 28,00 Euro bestraft: Nach einem schwächeren zweiten Quartal hat der Schmierstoffhersteller seine Gewinnziele fürs Gesamtjahr gesenkt. Schuld daran soll vor allem der starke Euro sein. Die Titel der Wacker Chemie verloren nach Zahlen des Chemiekonzerns 4,79 Prozent. Dabei hat das Quartal laut Analyst Peter Spengler von der DZ Bank die Erwartungen übertroffen, die Prognose wurde bestätigt. Spengler bleibt bei "Kaufen". Das Brenntag-Papier wird nach einem Aktiensplit bei 39,61 Euro gehandelt./fat/rum


Von Frederik Altmann, dpa-AFX

Kurs zu Dow Jones Index

  • 17.098,45 Pkt.
  • +0,11%
29.08.2014, 22:30, außerbörslich

Zugehörige Derivate auf Dow Jones (11.096)

Derivate-Wissen

Sie glauben, der Kurs des "Dow Jones" fällt?

Mit Put Knock-Out Zertifikaten können Sie von fallenden Index-Kursen profitieren.

Erfahren Sie mehr zu Knock-Out-Zertifikaten