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Aktien Frankfurt Ausblick: Anleger sorgen sich um Griechenland und China

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt wird am Montag mit leichten Verlusten erwartet. Skepsis und Wachsamkeit unter den Investoren dürften die Stimmung prägen. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte ein Minus von 0,18 Prozent auf 11 288 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird zugleich fast unverändert erwartet.

Das Thema Griechenland steht wieder im Fokus, da die Verhandlungen um ein drittes Hilfsprogramm für das schwer angeschlagene Euroland anscheinend wenig Fortschritte machen. Trotz allem öffnet die seit mehr als einem Monat geschlossene Börse in Athen wieder. Hohe Kursverluste werden erwartet. Zudem kamen am Morgen schlechte Nachrichten aus China, denn von dort fiel die Stimmung in den Chef-Etagen der Industrie auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren, was weitere Sorgen um das Wirtschaftswachstum der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft nährt.

SORGENVOLLER BLICK IN RICHTUNG ATHENER BÖRSE

Griechenland will laut Medienberichten zwischen 20 bis 25 Milliarden Euro als erste Tranche an Hilfsgeldern. Die Partner wollen dafür aber Gegenleistungen. "Außerdem sieht man auf Seiten der Partner bislang wohl keine Fortschritte bei der Implementierung der vom griechischen Parlament beschlossenen Maßnahmen", so Analyst Dirk Gojny von der National-Bank in Essen.

Mit Blick auf die Berichtssaison dürfte es am Montag noch relativ ruhig zugehen. Commerzbank und Wacker Chemie sind die beiden wichtigsten Unternehmen, die ihre Bilanzen präsentieren.

COMMERZBANK MIT NAHEZU VERDREIFACHTEM GEWINN

Die Commerzbank konnte im zweiten Quartal den Überschuss fast verdreifachen und übertraf damit die Erwartungen von Analysten. Dabei profitierte die seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Bank vor allem von kräftigen Zuwächsen im Privatkundengeschäft. Allerdings legten auch die Kosten etwas zu. Vorbörslich gewann die Aktie ein halbes Prozent hinzu.

Der Spezialchemiekonzern Wacker Chemie profitierte im abgelaufenen Jahresviertel von einer starken Nachfrage und der Euroschwäche und bleibt damit auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Sowohl die Chemie- als auch das an die Börse gebrachte Halbleitergeschäft Siltronic wuchsen zweistellig. Wacker hält aber noch mehr als die Hälfte an dem Wafer-Hersteller. Auch die Siltronic-Aktie legte vor dem Handelsstart moderat um 0,3 Prozent zu.

Vorläufige Halbjahreszahlen gab zudem Deutschlands größter Solarkonzern Solarworld bekannt. Der konzernweite Absatz von Solarstrommodulen und Bausätzen stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Drittel. Die Papiere gewannen vorbörslich 1,6 Prozent./ck/das

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