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Aktien Frankfurt Ausblick: Erholung trotz weiter angespannter Lage in Ukraine

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Dienstag einen Erholungskurs einschlagen. Nachdem die Krim-Krise zum Wochenstart einen Kursrutsch ausgelöst hatte und der Dax um knapp dreieinhalb Prozent abgesackt war, stehen die Zeichen wieder auf grün. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand rund eine dreiviertel Stunde vor Börsenstart 0,83 Prozent höher bei 9437 Punkten. Der Future auf den EuroStoxx 50 signalisiert für den Leitindex der Eurozone zugleich einen Anstieg um 1,02 Prozent.

Während die Lage auf der ukrainischen Halbinsel Krim weiter angespannt bleibe, nähmen Marktteilnehmer verstärkt eine abwartende Haltung ein, kommentierte Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG. Einige dürften infolge der Talfahrt am Montag auch wieder Kaufgelegenheiten wittern. Derweil haben Europa und Amerika in der Krim-Krise den Druck auf Kremlchef Wladimir Putin erhöht. Sie drohen Russland nun mit Sanktionen, sollte Moskau seine Truppen nicht zügig von der ukrainischen Halbinsel zurückziehen. Russland blieb bislang stur und begründete seinen Militäreinsatz mit einem Hilferuf des abgesetzten Präsidenten Viktor Janukowitsch.

Auf Unternehmensseite dürften insbesondere solche Werte weiter von den Sorgen um eine Eskalation in der Ukraine belastet werden, die stark vom Ölpreis abhängen. Zu ihnen zählen vor allem die Lufthansa und Air Berlin . Die Aktie der Lufthansa wurde zudem von der Commerzbank vor Zahlen auf 'Hold' abgestuft. Analyst Frank Skodzik begründete dies unter anderem mit seinen negativen Erwartungen für den Unternehmensausblick 2014. Vorbörslich büßten die Papiere ein halbes Prozent ein.

RWE UND BEIERSDORF MIT ZAHLEN UND AUSBLICK

RWE und Beiersdorf rücken mit ihren Bilanzen in den Blick. Die Aktien von RWE drehten im vorbörslichen Handel zuletzt ins Plus und stiegen bei Lang & Schwarz (L&S) um mehr als zwei Prozent. Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern meldete erstmals seit der Nachkriegszeit einen Milliardenverlust. Ein Händler gab alles in allem jedoch eine relativ positive Bewertung ab: Die bereinigten Ergebniszahlen seien nur ein wenig schwächer als erwartet ausgefallen, der Umsatz dagegen etwas besser, sagte er. Zudem hob er hervor, dass der Ausblick auf das laufende Jahr bekräftigt wurde. Beiersdorf gaben nach Zahlen vorbörslich leicht nach.

Nach monatlichen US-Absatzzahlen könnten auch die Autowerte einen Blick wert sein. So ging der von VW erneut zurück, während Porsche 15,2 Prozent mehr Fahrzeuge absetzte. Beide Autobauer hatten ihren Februar-Absatz allerdings bereits am Vortag, noch während der Handelszeit, bekannt gegeben. BMW meldete ebenfalls einen Rückgang. Daimler verzeichnete zwar bei Mercedes ein Plus, konzernweit war der US-Absatz aber im Februar um 0,1 Prozent gesunken. Ein Händler sagte dazu: 'Daimler hat sich etwas besser und VW erneut schwächer entwickelt. Alles in allem dürften die Zahlen aber kaum kursbewegend sein.'/ck/rum

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17.04.2014, 17:50, außerbörslich

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