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Aktien Frankfurt Ausblick: Konjunkturzuversicht der US-Notenbank gibt Auftrieb

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die gestiegene Zuversicht der US-Notenbank Fed für die amerikanische Konjunktur dürfte dem Dax am Donnerstag weitere Gewinne bescheren. Ansonsten dominiert eine Flut von Geschäftsbilanzen das Geschehen. Im Fokus steht dabei vor allem die Deutsche Bank. Mit Spannung werden hier vor allem Details erwartet, wie der neue Co-Chef John Cryan die Bank wieder in die Erfolgsspur führen will.

Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex notierte eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart 0,43 Prozent höher bei 10 878 Punkten. Bereits am Mittwoch hatte das Börsenbarometer freundlich geschlossen. Der Future auf den EuroStoxx 50 ließ am Nonnerstagmorgen einen 0,47 Prozent festeren Start für den Leitindex der Eurozone erwarten.

Die Fed sieht weiterhin ein moderates Wirtschaftswachstum. Diese Aussage wurde von den Märkten besonders beachtet, da zuletzt eine Reihe von Wirtschaftsdaten enttäuscht hatten. Die noch im September gemachte Aussage, dass die internationale Entwicklung das Wachstum "etwas belasten könnte", wurde nicht mehr wiederholt.

DEUTSCHE BANK VORBÖRSLICH SCHWACH NACH DIVIDENDENSTREICHUNG

Die Aktien der Deutschen Bank reagierten vorbörslich zunächst negativ auf die Streichung der Dividende: Beim Broker Lang & Schwarz (L&S) sanken die Titel um knapp 2 Prozent. Die für 2015 und 2016 ausgesetzte Ausschüttung an die Aktionäre "ist zwar nicht hilfreich, aber notwendig", sagte ein Händler. Er betonte, dass die Deutsche Bank damit erstmals seit den 1950er Jahren ihre Anteilseigner nicht am Gewinn beteilige. Die Aussagen zu den neuen Zielen für die Rendite und zur Eigenkapitalquote seien zwar leicht positiv, bedeuteten aber noch nicht die Trendwende für das Unternehmen, so der Börsianer weiter.

Bei den Titeln der Deutschen Post standen vorbörsliche Kursabschläge von fast 5 Prozent zu Buche. Wegen eines Fehlgriffs beim Umbau seines Frachtgeschäfts strich der Logistikkonzern zum zweiten Mal das Gewinnziel für 2015 zusammen.

Dagegen ging es für die Lufthansa-Aktien um fast anderthalb Prozent hoch. Die Fluggesellschaft hob dank niedriger Treibstoffkosten und eines überraschend guten Sommergeschäfts die Prognose für den diesjährigen Gewinn an.

HÖHERE FRESENIUS-PROGNOSE - AUCH TOCHTER FMC ÜBERZEUGT

Auch der Medizinkonzern Fresenius revidierte dank brummender Geschäfte sein Ergebnisziel erneut nach oben, was die Aktien mit vorbörslichen Gewinnen von mehr als 2 Prozent honorierten. Die auch börsennotierte Dialysetochter FMC schlug sich im dritten Quartal besser als erwartet und legte trotz des starken US-Dollar zu. Die Anteilsscheine legten moderat zu.

Derweil sieht sich der Pharma- und Chemiekonzern Bayer nach deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn im dritten Quartal insgesamt auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Wegen der jüngsten Wechselkursschwankungen senkte er aber die Umsatzerwartung erneut. Dennoch stiegen die Titel vorbörslich um über 1 Prozent.

Die Deutsche Börse hatte bereits am Mittwoch nach Handelsschluss über eine weiter positive Geschäftsentwicklung berichtet. Die anhaltende Unruhe an den Finanzmärkten beflügelte den Börsenbetreiber im abgelaufenen Quartal. Bei L&S legten die Titel moderat zu./gl/das

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