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Aktien Frankfurt Ausblick: Schwächer - Sorgen um sich zuspitzende Krisen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die sich zuspitzende Lage in Krisengebieten wie der Ukraine oder Israel dürften den deutschen Aktienmarkt am Freitag weiter belasten. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex stand zuletzt 0,43 Prozent tiefer bei 9712 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte um 0,60 Prozent schwächer in den Handel starten.

Am Vortag bereits hatte der Dax seine starken Gewinne vom Mittwoch wieder abgegeben. Der mutmaßliche Abschuss einer malaysischen Boeing über der Ostukraine mit 298 Menschen an Bord hatte Markt im späten Handel am Donnerstag deutlich belastet.

UNSICHERHEIT UND RISIKOSCHEU AN DEN MÄRKTEN

Dies und die begonnene Bodenoffensive Israels im Gazastreifen dürften die Besorgnis auch an den Märkten vergrößern. Markstratege Chris Weston vom Broker IG sprach von Unsicherheit und einer weiter verstärkten Risikoscheu der Anleger. In den USA hatten die Börsen am Vorabend ebenfalls mit Verlusten auf die verschärften Krisen reagiert und am Morgen folgten nun die Aktienmärkte in Asien.

ABSTUFUNGEN DÜRFTEN HEIDELCEMENT UND DAIMLER BELASTEN

Bevor am Nachmittag das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen der US-Bürger neue Impulse liefern könnte, stehen einige Einzelwerte im Blick. So sackten etwa die Aktien von HeidelbergCement vorbörslich als schwächster Dax-Wert um knapp zweieinhalb Prozent ab. Für schlechte Stimmung sorgt eine Abstufung von Morgan Stanley. Analyst Yuri Serov rechnet mit weniger guten Ergebnissen als zuletzt und befürchtet zudem an vielen Stellen nun Gegenwind für den Baustoffkonzern. Die starke Kursentwicklung im Vergleich zum Sektor hält der Experte für nicht gerechtfertigt.

Bei Daimler sorgte ebenfalls ein Analystenkommentar für ein vorbörsliches Minus von rund einem Prozent. Hier hatte die Schweizer Credit Suisse ihr Votum für die Papiere des Autobauers vor dem Hintergrund eines gemischt erwarteten Ausblicks auf die zweite Jahreshälfte gesenkt.

Die Metro-Aktien könnten wegen neuer Spekulationen rund um die Elektroniksparte Media-Saturn in den Blick rücken. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg aus Kreisen berichtet, hat Deutschlands größter Einzelhändler die Deutsche Bank als beratendes Institut engagiert, um Optionen für ihr Unterhaltungselektronikgeschäft zu prüfen. Ein Händler wertete diesen Bericht zwar als an sich positiv, fügte aber hinzu, dass vor allem die Situation in der Ukraine mögliche Kursgewinne begrenzen dürfte. Metro-Aktie hatten bereits am Donnerstag unter den neuen Sanktionen der EU und der USA gegen Russland gelitten. Wegen der anhaltenden Spannungen sehen Beobachter weiter keine Chance für den angestrebten Teil-Börsengang des lukrativen Russlandgeschäfts von Metro Cash & Carry./ck/rum

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28.07.2014, 14:10, Xetra

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