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Aktien Frankfurt: Dax erholt sich kräftig vom Kursrutsch - Ifo-Index stützt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Dienstag kräftig von seinen zu Wochenbeginn erlittenen Verlusten erholt. Die vom Ifo-Institut befragten Unternehmen hatten ihre aktuelle Geschäftslage unerwartet positiv eingeschätzt. Der deutsche Leitindex zog gegen Mittag um 1,07 Prozent auf 9286,92 Punkte an. Am Montag hatte das Börsenbarometer noch eine Gewinnstrecke von sechs Tagen in Folge mit einem Minus von über anderthalb Prozent abgebrochen.

Für den MDax ging es zuletzt um 0,67 Prozent auf 16 187,93 Punkte nach oben und der TecDax stieg um 1,45 Prozent auf 1223,76 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,89 Prozent auf 3080,01 Punkte vor.

AUSBLICK FÜR DEUTSCHE KONJUNKTUR BLEIBT FREUNDLICH

Der Ifo-Geschäftsklimaindex für März war insgesamt unerwartet stark gefallen, weil der besseren Lagebeurteilung eine Eintrübung der zukünftige Geschäftserwartungen gegenüberstand. Volkswirt Johannes Jander von der Helaba schlug dennoch optimistische Töne an: "Der Ausblick für die deutsche Konjunktur bleibt freundlich. Für den Rückgang des Geschäftsklimaindex dürften nicht zuletzt die Krim-Krise und damit einhergehende Sanktionen verantwortlich sein." Für die Europäischen Zentralbank bestehe mithin kein Grund, auf ihrer Sitzung in der kommenden Woche weitere Lockerungsmaßnahmen zu beschließen.

Im Dax notierten mit Ausnahme von ThyssenKrupp fast alle Aktien in der Gewinnnzone. An der Indexspitze profitierten die Aktien von Fresenius Medical Care mit plus 3,20 Prozent einem Händler zufolge von einem Bericht aus den USA. Demzufolge sollten die Vergütungen aus dem staatlichen Medicare-Programm für ältere und behinderte Menschen für Dialyse-Behandlungen neu berechnet werden.

LEONI ENTTÄUSCHT MIT DIVIDENDENSENKUNG

In Deutschland nähert sich die Berichtssaison ihrem Ende. An diesem Dienstag standen noch das Biotechunternehmen Evotec sowie der Minicomputerhersteller Kontron und der Automobilzulieferer Leoni auf der Agenda. Bei Leoni kritisierten Experten sowohl die Jahresziele als auch die überraschend deutliche Senkung der Dividende. Die Aktien fielen am MDax-Ende um mehr als vier Prozent.

Kontron hatte im vergangenen Jahr wegen des Umbauprogramms die Erwartungen enttäuscht. Auch das laufende Jahr werde noch unter dem Eindruck von Umstrukturierungen stehen, die nun seit 2012 liefen, schrieb Analyst Markus Turnwald von der DZ Bank. Die Titel sackten am TecDax-Ende um knapp sechs Prozent ab.

AUSBLICK VON EVOTEC ERFREUT DIE ANLEGER

Die Zahlen von Evotec hingegen erfreuten die Anleger - die Papiere zogen um mehr als vier Prozent an. Ein Händler stellte die starke Liquiditätsposition als Kurstreiber heraus, die in diesem Sektor immer ein besonders wichtiges Argument sei. Ein anderer Börsianer lobte auch den Ausblick, der ohne Meilensteine und Vorauszahlungen ein hohes prozentual einstelliges Umsatzwachstum in Aussicht stellt.

Abseits der Berichtssaison wurde bekannt, dass sich Europas größter Baumarktbetreiber Kingfisher komplett von seinem Anteil an der deutschen Hornbach Holding trennt. Die Unternehmerfamilie Hornbach wird 25 Prozent der nicht börsennotierten Stammaktien übernehmen. Zudem hatte Kingfisher Vorzugsaktien von Hornbach über Nacht an der Börse platziert. Die Vorzüge fielen um mehr als ein Prozent./la/ag


Von Lutz Alexander, dpa-AFX

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