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Aktien Frankfurt: Dax-Erholung verliert an Schwung

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die jüngste Erholung des Dax hat am Donnerstag an Schwung verloren. Weitgehend erwartungsgemäß ausgefallene US-Konjunkturdaten wirkten sich nicht erkennbar auf den deutschen Leitindex aus. Am Nachmittag stand für ihn ein Plus von 0,19 Prozent auf 7.956,04 Punkte zu Buche. An den vergangenen beiden Tagen hatte der Dax um über drei Prozent zugelegt und damit knapp die Hälfte seiner Verluste seit Mitte des Monats wett gemacht. Für den MDax ging es am Donnerstag um 0,72 Prozent auf 13.747,27 Punkte hoch. Der TecDax legte dank des zweistelligen Kurssprungs von Morphosys um 1,79 Prozent auf 947,80 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,11 Prozent auf 2.605,70 Punkte.

In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche in etwa erwartungsgemäß gesunken. Für die privaten Konsumausgaben ging es im Mai wie von Experten prognostiziert moderat bergauf, während die privaten Einkommen etwas stärker stiegen als erwartet. Analystin Viola Julien von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) sprach von einem real leicht gestiegenen Konsum und begrüßte die höheren Einkommen. Inflationsgefahren seien damit nicht in Sicht. Derweil sprächen die Erstanträge für eine Fortsetzung des Stellenaufbaus. Insgesamt untermauerten die Daten einen im Herbst beginnenden Ausstieg der US-Notenbank Fed aus ihrer ultra-lockeren Geldpolitik, so das Fazit der Expertin.

STUDIE BELASTET CHEMIEWERTE - BANKEN LEIDEN UNTER EU-EINIGUNG

Die Chemiewerte Lanxess und BASF nahmen mit Kursverlusten von 4,56 beziehungsweise 2,78 Prozent hintere Plätze im Dax ein. Händler sahen eine negative Sektorstudie der US-Bank JPMorgan als Belastung. Nach drei Jahren Rückenwind könnten die guten Zeiten für europäische Chemiekonzerne nun vorbei sein, schrieb Analyst Martin Evans. Beim Spezialchemiekonzern Lanxess belasteten zusätzlich eine weitere Abstufung durch die Baader Bank und Nachrichten über chinesische Strafzölle auf Toluidine, ein Vorprodukt bei der Herstellung von Farbstoffen.

Die Einigung der EU-Finanzminister auf Regeln für die Rettung oder Schließung von Krisenbanken belastete den Sektor: Für Commerzbank und Deutsche Bank ging es um 4,23 und 1,44 Prozent bergab. Insgesamt sei mit einer Regelung zwar zu rechnen gewesen, kommentierte ein Börsianer. Dennoch sei diese alles andere als positiv für die Stimmung. Bei der Commerzbank kämen zudem die anhaltenden Sorgen um Altlasten aus der Schiffsfinanzierung hinzu. Indes verteuerten sich Adidas als Dax-Spitzenreiter um 2,61 Prozent. Die britische Bank Barclays hatte die Titel des Sportartikelherstellers hochgestuft und empfiehlt nun eine Übergewichtung.

GEA SCHWÄCHELN - ALLIANZ KATAPULTIERT MORPHOSYS HOCH

Im MDax verloren die Aktien von Gea 0,85 Prozent. Der Maschinenbaukonzern hat den Umsatzrückgang des ersten Quartals bis Mai zwar fast wieder aufgeholt. Beim Auftragsbestand beträgt der Abstand aber noch zwei Prozent. An seiner Prognose für das laufende Jahr hält das Unternehmen fest. 'Um das angestrebte moderate Wachstum zu erreichen, muss Gea umsatzseitig noch einiges aufholen', merkte ein Händler an.

Eine strategische Allianz katapultierte die Morphosys-Titel mit plus 19,51 Prozent an die TecDax-Spitze und auf den höchsten Stand seit 2001. Im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft für den Antikörper Mor202 werde der US-Biotech-Konzern Celgene für 46,2 Millionen Euro Morphosys-Aktien erwerben, teilte Morphosys mit. Der Kaufpreis werde nach Genehmigung der Transaktion durch die US-amerikanische Kartellbehörde festgelegt und eine Prämie von mindestens 15 Prozent auf den letzten Schlusskurs der Morphosys-Aktie vor Vertragsabschluss beinhalten. Analyst Daniel Wendorff von der Commerzbank nannte die Allianz 'finanziell äußerst attraktiv' für Morphosys./gl/mis


Von Gerold Löhle, dpa-AFX

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21.11.2014, 17:07, NYSE Euronext Paris

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GEA Group Aktie 37,74 EUR+2,66%
Lanxess Aktie 39,27 EUR+2,63%
Deutsche Bank Aktie 24,93 EUR+3,20%
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