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Aktien Frankfurt: Dax schwankt zwischen Gewinnen und Verlusten

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ohne klare Richtung ist der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag zwischen Gewinnen und Verlusten gependelt. "Die starke Erholung des Euro in den letzten Tagen, die permanent unter Druck stehenden Rohölpreise und die Unsicherheit bis zur Zinsentscheidung in den USA drücken auf die Stimmung", sagte Händler Thorsten Engelmann von der Equinet Bank. Am Nachmittag zeigte sich der deutsche Leitindex mit minus 0,04 Prozent bei 10 588,66 Punkten kaum verändert.

Der MDax der mittelgroßen Konzerne sank um 0,41 Prozent auf 20 622,53 Punkte. Der Technologie-Index TecDax büßte 1,77 Prozent auf 1799,36 Punkte ein. Der EuroStoxx-50-Index verlor 0,25 Prozent.

Der Euro , der am Mittwoch wieder die Marke von 1,10 US-Dollar überwunden hatte, wurde zuletzt bei 1,0960 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0943 (Mittwoch: 1,0941) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9138 (0,9141) Euro. Eine starke Gemeinschaftswährung erschwert deutschen Firmen den Export von Gütern außerhalb der Eurozone und drückt auf die Gewinne.

'KURSE IN DER SELBSTFINDUNGSPHASE'

Uwe Eilers von Geneon Vermögensmanagement sprach von einer "Selbstfindungsphase deutscher Aktienkurse" nach der geldpolitischen Lockerung durch die EZB Anfang Dezember. Die Investoren seien zerrissen zwischen der Enttäuschung über zu wenig zusätzliches billiges Geld und den positiven Signalen für die wirtschaftliche Lage.

Im Dax bauten die Lufthansa-Aktien bis zum Nachmittag ihre Gewinne kontinuierlich aus und legten schließlich an der Index-Spitze um knapp 2 Prozent zu. Die sich wegen des billigen Kerosins verbessernden Aussichten für die Luftfahrtbranche gaben Auftrieb. Fluggesellschaften, so teilte der Weltluftfahrtverband IATA mit, könnten in diesem und im nächsten Jahr mit so viel Gewinn rechnen wie noch nie.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen büßten hingegen am Dax-Ende rund eineinhalb Prozent ein. Tags zuvor allerdings waren sie noch um mehr als 6 Prozent gestiegen, nachdem die Falschangaben zu den CO2-Werten bei VW deutlich weniger Autos betreffen als zuvor angenommen.

AIXTRON-AKTIEN BRECHEN EIN

Im TecDax schickten die Anleger die Papiere des Spezialmaschinenbauers Aixtron auf steile Talfahrt. Der Kurs brach um mehr als 40 Prozent ein. Großkunde San'an aus China stornierte einen Großauftrag. Laut Analyst Uwe Schupp von der Deutschen Bank zieht das eine bedeutende Gewinnwarnung für das nächste Jahr nach sich. Zahlreiche Analysten reagierten mit Verkaufsempfehlungen für die Papiere.

Im SDax rutschten die Aktien der Hornbach Holding am Indexende um 18 Prozent ab. Die Papiere der ebenfalls börsennotierten Tochter Hornbach Baumarkt AG verloren rund 13 Prozent. Angesichts von Kostensteigerungen und niedrigeren Handelsspannen bei den Baumärkten in Deutschland droht ein Ergebnisrückgang im laufenden Geschäftsjahr./ck/das


Von Claudia Müller, dpa-AFX

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