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Aktien Frankfurt: Dax zeigt sich freundlich - Anleger warten auf Fed

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor der mit Spannung erwarteten Sitzung der US-Notenbank Fed hat der Dax freundlich notiert. Der deutsche Leitindex hatte am Morgen erneut die Schwelle von 9.000 Punkten erklommen, war dann aber wie schon in den Vortagen wieder etwas zurückgefallen. Die Märkte verharrten in einer engen Seitwärtsspanne, sagte Marktanalyst Kornelius Barczynski vom Brokerhaus GKFX. Zuletzt betrug das Plus im Leitindex 0,17 Prozent auf 8.994,20 Punkte. Der MDax notierte nahezu unverändert bei 15.824,53 Punkten, während der TecDax um 0,15 Prozent nachgab auf 1.120,65 Zähler. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone verbuchte ein Kursplus von 0,48 Prozent auf 3.036,64 Punkte.

Alle warteten nun auf die anstehende Sitzung der US-Notenbank, ergänzte GKFX-Experte Barczynski. 'Allgemein gehen die Märkte nicht davon aus, dass es schon dieses Jahr das angekündigte Tapering geben wird.' Sollte die Fed keine Hinweise auf eine baldige Rückfuhr ihrer ultralockeren Geldpolitik liefern, könnten die Aktienkurse weiter auf neue Höchststände steigen, schätzt der Börsenexperte. Ähnlich sieht Thilo Müller von MB Fund die aktuelle Phase: 'Der Markt holt derzeit Kraft für einen signifikanten Sprung über die Marke von 9.000 Punkten', sagte er.

DEUTSCHE BANK MIT UNERWARTET SCHWACHEN ZAHLEN

In Deutschland nahm unterdessen die Berichtssaison an Fahrt auf. Im Dax fielen vor allem die Papiere der Deutschen Bank ins Auge. Nach einem heftigen Gewinneinbruch im dritten Quartal sackten die Titel deutlich ab, zuletzt stand noch ein Minus von 1,80 Prozent auf 35,255 Euro zu Buche. Das größte deutsche Geldinstitut verdiente im dritten Quartal noch 41 Millionen Euro - nach 747 Millionen Euro im Vorjahr. Grund waren noch einmal vor allem juristische Altlasten, weshalb das Institut auch seine Rückstellungen massiv erhöhte. Ein Händler wertete die Zahlen als auf den ersten Blick erneut nicht sehr überzeugend.

Schwach präsentierten sich mit minus 1,88 Prozent auch die Papiere der Deutschen Börse , die am Abend nachbörslich ihre Quartalszahlen vorlegen wird. Händler verwiesen zudem auf die jüngsten Neuigkeiten zur Finanztransaktionssteuer. Kreisen zufolge setzen sich Union und SPD für eine rasche Einführung der Steuer ein. Diese könnte Experten zufolge das Geschäft der Deutschen Börse belasten.

LINDE SCHRÄNKT PROGNOSE LEICHT EIN

Zu den größten Dax-Verlierern gehörten auch Linde mit einem Kursminus von knapp einem Prozent. Ungünstige Wechselkurse hatten das Wachstumstempo des Industriegase-Spezialisten und Anlagenbauers im dritten Jahresviertel gebremst. Das Unternehmen schränkte daher seine operative Gewinnprognose (EBITDA) leicht ein.

Aktien von Continental verloren nach Äußerungen des französischen Rivalen Michelin 0,68 Prozent. Die Franzosen waren von Währungseffekten belastet worden, was aus Sicht von Commerzbank-Analyst Daniel Schwarz auch negative Rückschlüsse für den deutschen Reifenhersteller zulässt. Die Belastung für Continental sei aber wegen des Einkaufs von Rohstoffen in US-Dollar geringer als für Michelin.

BAUER BRECHEN NACH 'HERBER GEWINNWARNUNG' EIN

Ebenfalls nach Zahlen schossen dagegen im MDax Mori Seki (vormals Gildemeister) um knapp fünf Prozent in die Höhe. Der Werkzeugmaschinenbauer hatte nach Gewinnzuwächsen im dritten Quartal seine Jahresprognose angehoben. MAN rückten um 0,24 Prozent vor. Der Münchener Lkw-Bauer blieb im dritten Quartal unter dem Strich tief in den roten Zahlen, operativ lief es jedoch besser. In den hinteren Reihen brachen die im SDax notierten Papiere des Maschinenbau-Konzerns Bauer nach einer «herben Gewinnwarnung» vom Vorabend um knapp 20 Prozent ein./tav/ag

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