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AKTIEN IM FOKUS 2: Autowerte schließen uneinheitlich nach Absatzzahlen

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien der deutschen Autobauer haben am Dienstag nach europäischen Absatzzahlen uneinheitlich geschlossen. Am schwächsten entwickelten sich die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) , die um 0,36 Prozent nachgaben. Die BMW-Titel gewannen 0,34 Prozent - trotz der Zahlen und negativer Interview-Aussagen von Unternehmenschef Norbert Reithofer. Favorisiert wurden die Aktien von Daimler , die sich um 1,69 Prozent verteuerten. Der Dax schloss 0,41 Prozent im Minus.

Die Krise des europäischen Automarktes verschärft sich weiter. Die Verkaufszahlen in der Europäischen Union waren im Juni um 5,6 Prozent und damit den zweiten Monat in Folge zurückgegangen, wie der Branchenverband Acea mitteilte. Das ist nur eine minimale Verbesserung im Vergleich zum Minus von 5,9 Prozent im Mai. Bei den deutschen Herstellern schaffte lediglich Daimler ein Plus von 1,3 Prozent. VW konnte den Absatzrückgang immerhin auf 3,4 Prozent begrenzen, während das Minus bei BMW 8,0 Prozent betrug.

EQUINET: ACEA-ZAHLEN WIE ERWARTET

Equinet-Analyst Tim Schuldt sprach von einer erwartungsgemäßen Absatzentwicklung. BMW habe wegen eines schwächeren Modellzyklus etwas Marktanteile abgegeben, Daimler dagegen vom Erfolg der neuen A- und B-Klasse profitiert. Laut Schuldt gibt es erste Anzeichen für eine Erholung des europäischen Marktes. Derweil konstatierte Analyst Frank Biller von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) einen weiter schwachen europäischen Automarkt. Da die Monatszahlen der Hersteller sowie die Neuzulassungen der größten Märkte schon bekannt gewesen seien, sehe er aber nur wenig Einfluss auf die Aktienkurse.

BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer sprach mit der 'Börsen-Zeitung' über die Situation in der Branche. Zu Premiumfahrzeugen passten zwar keine hohen Nachlässe, der Wettbewerb sei 'jedoch sehr intensiv, weshalb auch wir uns von der Marktentwicklung nicht ganz abkoppeln können', sagte er. Der Manager bezeichnete die Lage auf dem westeuropäischen Markt aufgrund der Euro-Krise als 'weiterhin schwierig'. Ein Händler bewertete die Aussagen zwar nicht als schockierend. 'Reithofer scheint den Markt aber auf Enttäuschungen bezüglich der Margenentwicklung vorbereiten zu wollen', fügte er an./gl/he

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Kurs zu ACEA S.P.A. Aktie

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23.04.2014, 17:30, Mailand

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