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AKTIEN IM FOKUS: Nervosität in der Autobranche bleibt hoch - BMW knicken ein

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Nervosität der Anleger in der Autobranche bleibt hoch: Zwar haben die wegen des Abgasskandals tief gestürzten Volkswagen-Aktien ihren Erholungskurs am Donnerstag fortgesetzt, doch zugleich gingen die Aktien von BMW nach einem Pressebericht über zu hohe Abgaswerte auf Talfahrt und zogen auch die Papiere von Daimler sowie andere Autoaktien in Europa mit herunter.

Gegen Mittag gewannen die VW-Vorzüge als Favorit im schwächelnden Dax 5,61 Prozent auf 117,75 Euro und bauten damit ihr fünfprozentiges Plus vom Vortag aus. Allerdings hatten sie zwischen Montag und Mittwoch in der Spitze 41 Prozent an Wert eingebüßt. Insgesamt wurden bis dahin bei VW annähernd 30 Milliarden Euro an Kapital vernichtet, bevor die Gegenbewegung einsetzte.

NUN ERWISCHT ES DIE ANDEREN AUTOTITEL

Die BMW-Papiere, die sich am Donnerstag zunächst noch der Erholungsbewegung bei VW angeschlossen hatten und zeitweise um mehr als 3 Prozent gestiegen waren, büßten am Dax-Ende zuletzt 6,05 Prozent ein. Zwischenzeitlich verloren sie aber mehr als 9 Prozent und lagen damit so tief wie seit zwei Jahren nicht mehr.

Die Daimler-Aktien sanken zuletzt um 2,33 Prozent, und auch europaweit standen die Autotitel wieder überwiegend unter Druck. Der Branchenindex büßte als schwächster im Stoxx Europe 600 mehr als 1 Prozent ein.

Während Händler bei VW von einer sich aktuell fortsetzenden Gegenbewegung sprachen, nachdem die Aktien am Montag und Dienstag eingebrochen waren, hielt sich ihre Überraschung wegen des Berichts der "Auto Bild" zu BMW eher in Grenzen. Sie verwiesen auf Expertenaussagen: Dass Autobauer bei den Abgaswerten schummelten, sei so alt wie die Emissionstests, hatten diese gesagt.

WINTERKORNS RÜCKTRITT: WEG FREI FÜR EINEN NEUANFANG

Mit Blick auf VW und den am Vortag bekannt gegebenen Rücktritt von Martin Winterkorn als Lenker des Wolfsburger Autokonzerns betonten gleich mehrere Analysten, dass dadurch nun der Weg für einen Neuanfang frei werde. "Obgleich das Präsidium des Aufsichtsrates dem VW-Vorstandsvorsitzenden bescheinigte, keine Kenntnis von den Manipulationen der Abgaswerte gehabt zu haben, dürfte das verlorene Vertrauen unter einem neuen Vorstand leichter zurückgewonnen werden", erklärte Analyst Frank Biller von der LBBW. Er hofft, dass die heftigen Schwankungen in der VW-Aktie jetzt zurückgehen.

Analyst Michael Raab vom Analysehaus Kepler Cheuvreux sieht nun gleich in zwei Kernpositionen einen "kompletten Generationenwechsel" auf VW zukommen: Denn im November, so erinnerte er, rücke Hans Dieter Pötsch in den Aufsichtsrat und dann stehe dadurch auch die Ernennung eines neuen Finanzchefs an./ck/das/stb


Von Claudia Müller, dpa-AFX

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