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Aktien Osteuropa Schluss: Uneinheitlich - Moskau erneut schwach

BUDAPEST/MOSKAU/PRAG/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten Aktienmärkte Osteuropas haben sich am Donnerstag uneinheitlich entwickelt. In Moskau gab es nach ersten Sanktionen von Seiten der USA und der Europäischen Union gegen Russland im Zuge der Krim-Krise wieder Kursverluste. Warschau und Prag schlossen sich hingegen dem freundlicheren Trend der internationalen Finanzmärkte an.

Der Moskauer RTS-Interfax-Index verlor nach der Verschnaufpause am Vortag 1,47 Prozent auf 1164,63 Punkte und setzte damit seine Abwärtstendenz der jüngsten Zeit fort. Der Index beinhaltet die 50 meist gehandelten Aktien der größten russischen Unternehmen. Sberbank-Titel verloren 3,54 Prozent, Gazprom gaben 1,13 Prozent nach.

In Warschau hingegen legte der Wig-30-Index um 0,63 Prozent auf 2610,13 Punkte zu. Der breiter gefasste Wig zog 0,52 Prozent auf 52 487,84 Punkte an. PGNiG stiegen um 1,54 Prozent auf 4,63 polnische Zloty. Der Öl- und Gasriese steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr dank einer Rekord-Gasproduktion seinen Umsatz um zwölf Prozent auf über 32 Milliarden Zloty. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen schnellte um 22 Prozent auf 5,6 Milliarden Zloty nach oben.

Beim Raffinerie-Konzern Lotos lief es 2013 weniger rund. Die konsolidierten Umsätze fielen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 13,6 Prozent auf 28,6 Milliarden Zloty, der Gewinn rasselte um 96 Prozent auf 40 Millionen Zloty nach unten. Die Aktien büßten 2,53 Prozent auf 37,41 Zloty ein. Die Papiere des Mineralölkonzerns PKN Orlen gaben 0,46 Prozent auf 41,16 Zloty nach. PKO Bank stiegen 0,58 Prozent auf 43,00 Zloty. Die Papiere des Versorgers PGE legten 2,45 Prozent auf 18,80 Zloty zu, Tauron gewannen 3,33 Prozent auf 4,96 Zloty.

Auch in Prag gab es Aufschläge. Der Leitindex PX kletterte 0,42 Prozent auf 1008,95 Punkte. Gute Daten zum tschechischen Wirtschaftswachstum konnten stützen. Zwar ist die tschechische Wirtschaft 2013 um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr offziellen Angaben zufole geschrumpft - die Zahlen waren aber besser als erwartet und im vierten Quartal legte der Output gegenüber dem Vorquartal um 1,9 Prozent zu. Analysten warnte allerdings gegenüber der Presseagentur 'CTK' vor zu viel Euphorie, da das erste Quartal 2014 eher durchwachsen verlaufen sein dürfte.

Fortuna kletterten 3,81 Prozent auf 134,95 tschechische Kronen. Der Wettanbieter hat 2013 seinen Gewinn um 26,4 Prozent auf 15,6 Millionen Euro steigern können. Die beiden Bankwerte tendierten in unterschiedliche Richtungen. Erste Group zogen 1,78 Prozent auf 710,70 Kronen an, während Komercni Banka 1,06 Prozent auf 4740,00 Kronen absackten.

In Budapest verzeichneten die Börse dagegen Verluste. Der Leitindex Bux sank 0,44 Prozent auf 17 394,25 Punkte. Vor allem die Kursverluste der beiden Schwergewichte OTP Bank und Richter Gedeon drückten das Börsenbarometer ins Minus. Richter gaben 1,64 Prozent auf 3649,0 ungarische Forint ab. Chef Erik Bogsch hatte am Vortag in einem Interview vor einem deutlichen Einbruch im operativen Ergebnis im laufenden Quartal wegen der aktuellen Rubel-Schwäche gewarnt. Der Pharmakonzern erzielt rund ein Viertel seines Umsatzes in Russland.

OTP standen aufgrund der Krim-Krise weiter unter Druck. Die Aktien knickten 2,13 Prozent auf 3950,0 Forint ein. Die ungarische Großbank ist stark in der Ukraine engagiert. Unter den weiteren Schwergewichten stiegen Mol um 1,63 Prozent auf 13 420,0 Forint. FHB kletterten 1,75 Prozent auf 986,0 Forint und MTelekom legten 0,61 Prozent auf 332,0 Forint zu./nuk/APA/men/she

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24.04.2014, 16:00, außerbörslich

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