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Aktien Osteuropa Schluss: Verluste in schwachem Börsenumfeld - Nur Moskau fester

dpa-AFX

BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG/MOSKAU (dpa-AFX) - Osteuropas Aktienmärkte haben am Dienstag der weltweit verhaltenen Börsenstimmung Tribut gezollt. Sowohl in den USA als auch an Europas Leitbörsen ging es überwiegend bergab.

Neue Inflationsdaten aus den USA hätten Spekulationen um eine mögliche US-Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung im Juni wieder angeheizt und damit die Stimmung an den Aktienmärkten getrübt, hieß es aus dem Handel. Zuletzt hatten sich die Anleger noch sehr skeptisch gezeigt, was eine baldige Zinserhöhung angeht.

Lediglich der Moskauer RTS-Interfax-Index stemmte sich gegen den Trend und legte um 0,28 Prozent auf 931,73 Punkte zu. Er profitierte von den Kursgewinnen der schwer gewichteten Öl- und Gastitel.

Dagegen ging es an der Warschauer Börse bergab: Der Wig-30-Index schloss 0,28 Prozent tiefer bei 2054,16 Einheiten. Der breiter gefasste Wig-Index sank um 0,24 Prozent auf 46 711,75 Zähler.

Mit Zahlen rückte der Versorger Enea in den Fokus. Wie die Nachrichtenagentur PNB berichtete, hat das Unternehmen im ersten Quartal einen Nettogewinn von 290,4 Millionen Zloty und damit um 9,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum erwirtschaftet. Auch der konsolidierte Umsatz stieg um 20 Prozent. Die Aktien verloren dennoch 1,18 Prozent.

Auch Branchenkollegen wie Energa (minus 1,35 Prozent) und PKN Orlen (minus 1,58 Prozent) gingen mit Abschlägen aus der Sitzung. Daneben präsentierten sich Minenwerte schwächer: LW Bogdanka verloren 2,29 Prozent, Jastrzebska Spolka (JSW) gaben 3,91 Prozent ab und KGHM Polska Miedz verbilligten sich nach den deutlichen Vortagsgewinnen um 1,57 Prozent.

In Prag gab der tschechische Leitindex PX 1,51 Prozent auf 869,31 Punkte ab. Das Handelsvolumen lag bei 0,56 (Vortag: 0,35) Milliarden tschechischen Kronen. Heimische Wachstumsdaten gaben der Stimmung keinen Auftrieb.

Die einzigen beiden Kursgewinner im PX waren Fortuna (plus 1,55 Prozent) und Kofola (plus 0,23 Prozent). Dagegen verloren Philip Morris nach Zahlen 1,62 Prozent. Der Tabakkonzern konnte seine Umsätze im ersten Quartal um 9,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 2,5 Milliarden Kronen steigern, schrieb die tschechische Nachrichtenagentur CTK.

Belastet wurde der tschechische Leitindex von Kursverlusten einiger Schwergewichte. So sanken die Aktien des Versorgers CEZ um 1,45 Prozent. Komercni Banka verloren 0,17 Prozent und Erste Group gaben ex-Dividende deutlich nach.

Die Budapester Börse schloss nach dem verlängerten Pfingstwochenende ebenfalls mit Abschlägen: Der ungarische Leitindex Bux gab um 1,16 Prozent auf 26 247,31 Punkte nach. Das Handelsvolumen belief sich auf 9,2 (zuvor: 10,0) Milliarden Forint.

Erneut waren die ungarischen Blue Chips im roten Bereich zu finden. Unter anderem büßten MOL 1,49 Prozent ein. Der ungarische Öl- und Gaskonzern will in Österreich wieder Tankstellen betreiben, nachdem sich das Unternehmen im Vorjahr aus dem Markt zurückgezogen hat. "Wenn ein von der Größe und Qualität her passendes Tankstellennetz zum Verkauf steht, sind wir bereit, es zu kaufen und zu betreiben", sagte MOL-Vorstand Ferenc Horvath im "WirtschaftsBlatt"./bel/APA/gl/jha/

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