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Bald Entscheidungsschlacht bei Praktiker

Die Sanierung von Praktiker wird weiter vorangetrieben, allerdings ist der Prozess sehr zäh. Nach wie vor ist die Insolvenzgefahr nicht abgewendet.

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Im zweiten Quartal hat die Geschwindigkeit der Umsatzkontraktion nach einem wetterbedingt sehr schwachen April wieder auf 7,3 Prozent zugenommen, das ist eine Enttäuschung. Sowohl die Tochter Max Bahr als auch die Praktiker-Baumärkte selbst mussten einen Rückgang von mindestens 5 Prozent hinnehmen. Das EBITA von Sondereinflüssen hat sich ebenfalls binnen Jahresfrist nicht verbessert sondern von 41,7 auf 10,6 Mio. Euro reduziert. Zumindest scheinen die größten Kosten der Restrukturierung aber nun verarbeitet, unter dem Strich reduzierte sich der Verlust von 307,1 auf 20,5 Mio. Euro.

Ob das ausreicht, um nun die Verhandlungen zur weiteren Finanzierung zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, muss sich erst noch zeigen. Die Führungsgremien des Konzerns haben zuletzt noch einmal bekräftigt, dass sie ein alternatives Konzept von zwei Großaktionären ablehnen und weiter auf einen sehr teuren Kredit eines US-Investors setzen. Da dieser mit der Tochter Max Bahr besichert wird, dürfte der Deal in naher Zukunft über die Bühne gehen.

Wesentlich schwieriger könnte es sein, die Aktionäre für die notwendige Kapitalerhöhung in Höhe von rund 60 Mio. Euro begeistern zu können. Das wird die Entscheidungsschlacht für das Management, was die Aktie vermutlich temporär erneut unter Druck bringen dürfte.

Autor: Holger Steffen

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