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Rhön-Übernahme: Die zweite Chance

Mit dem Versuch, Rhön-Klinikum zu einem Preis von 22,50 Euro zu übernehmen, ist der Fresenius-Konzern letzte Woche gescheitert. Die Annahmeschwelle von 90 Prozent wurde nicht erreicht, insgesamt summierten sich die angebotenen Stücke nur auf rund 84 Prozent des Kapitals.

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Das hohe Quorum ist wegen der Satzung von Rhön notwendig, die eine Sperrminorität bei einem Anteil von 10 Prozent vorsieht. Dies hat sich der Konkurrent Asklepios zu Nutze gemacht, der kurz vor dem Ende der Angebotsfrist den Kauf von 5 Prozent an Rhön bekanntgegeben hatte - und damit vermutlich das Scheitern der Offerte verursachte.

Nun sind Fresenius erst einmal die Hände gebunden, in den nächsten zwölf Monaten darf der DAX-Konzern kein neues Angebot unterbreiten, wenn nicht mit Zustimmung des Targets eine Ausnahme gemacht wird. An der Börse hat das der Aktie von Rhön-Klinikum einen kräftigen Dämpfer versetzt. Auf dem aktuellen Niveau könnte das Papier aber nun langfristig wieder interessant sein. Denn die Ereignisse der letzten Wochen haben veranschaulicht, dass Bewegung in den konkurrenzintensiven Markt kommt. Die führenden Anbieter schrecken dabei auch vor größeren Akquisitionen nicht zurück, so dass eine Übernahme von Rhön perspektivisch wieder auf den Tisch kommen könnte, zumal sich die Aktionäre doch als recht verkaufswillig erwiesen haben.

Autor: Holger Steffen

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