Carbonfasern gelten als Werkstoff der Zukunft, vor allem in der Automobilindustrie. Deswegen sind sowohl BMW als auch VW bei dem Kohlefaserspezialisten SGL Carbon eingestiegen. Doch gerade mussten die Hessen mal wieder einen Rückschlag in Form einer Gewinnwarnung hinnehmen - eine attraktive Kaufgelegenheit?
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Insbesondere der Hoffnungsträger, Komponenten aus Carbonfasern, erwies sich zuletzt mal wieder als Ladenhüter. Sowohl der Absatz in die kriselnde europäische Windkraftbranche als auch in die Luftfahrtindustrie stockt. Das verhinderte die angekündigte Ergebnisverbesserung in der Sparte im zweiten Quartal und wird dazu führen, dass das Konzern-EBIT im Gesamtjahr voraussichtlich bei 160 Mio. Euro stagniert. Damit rückt die hohe Bewertung des Unternehmens, das bei einem KGV von etwa 30 notiert, noch stärker in den Vordergrund.
Weiterhin ist bei SGL Carbon viel Zukunftshoffnung eingepreist, das aber wohl nicht zu Unrecht. Denn das Automobilgeschäft läuft gerade erst richtig an. Gelingt dem Unternehmen mit Hilfe der Großaktionäre die Zulieferung von Elementen für die hochvolumige Serienproduktion, könnte dies SGL Carbon in eine neue Dimension katapultieren, auch an der Börse. Wer auf dieses Szenario setzen will, kann dafür den Rückschlag in dieser Woche - der möglicherweise nur temporärer Natur ist - nutzen.
Autor: Holger Steffen
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