ThyssenKrupp kommt aus den Negativschlagzeilen nicht heraus. Nachdem sich in den letzten Wochen endlich eine Lösung für die Problemwerke in den USA und Brasilien - nämlich ein Verkauf - abgezeichnet hat, kommen nun zwei weitere Hiobsbotschaften.
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Einerseits dürfte das Kartellamt für Preisabsprachen bei Bahnschienen im Juli ein Bußgeld in Millionenhöhe verhängen. Für die Essener ein teurer Imageschaden, aber verkraftbar. Von größerer Bedeutung ist allerdings die Nachricht, dass der Vorstand für einige Standorte in Deutschland Kurzarbeit einführen will. Damit liefert das Unternehmen einen erneuten Beleg dafür, dass es unter der aktuell schwierigen Marktentwicklung - hierzulande lag die Rohstahlproduktion von Januar bis Mai um 6 Prozent unter dem Vorjahreswert - besonders stark leidet. Denn vom Konkurrenten Salzgitter sind keine ähnlichen Pläne bekannt.
Dennoch muss das nicht das Ende der Erholungsrally der ThyssenKrupp-Aktie sein. Mit dem Absturz seit Mitte 2012 sind diese Probleme schließlich schon weitgehend eingepreist. Analysten sehen infolgedessen aktuell ein durchschnittliches Kurspotenzial von rund 50 Prozent. Kurzfristig bleibt der Wert damit weiter aussichtsreich, mittelfristig muss aber erst einmal ein Boden ausgebildet werden.
Autor: Holger Steffen
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