Die Euro-Krise scheint vorerst abgehakt - zumindest für den weltgrößten Versicherungskonzern Allianz. Nachdem im Vorjahr noch hohe Abschreibungen auf griechische Staatspapiere angefallen waren, sind vergleichbare Belastungen im laufenden Jahr bisher ausgeblieben. Der Überschuss erhöhte sich daher zwischen April und Juni deutlich um mehr als 20 Prozent auf 1,32 Mrd. Euro und lag damit über den Erwartungen der Analysten (1,19 Mrd. Euro).
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Die Analystenzunft reagierte dementsprechend positiv auf die neuen Daten, bei den meisten Wertpapierexperten - etwa von der Société Générale, der ING oder der Commerzbank - steht die Allianz auf der Kaufliste, die Kursziele liegen zumeist bei mindestens 100 Euro. Zu den wenigen Ausnahmen zählt etwa Morgan Stanley, die den Bewertungsaufschlag der Allianz zur Branche bemängeln.
Für sich genommen ist der hiesige Branchenprimus aber mit einem KGV von 7,4 und einer Dividendenrendite von 5,4 Prozent immer noch ein Schnäppchen. Natürlich liegt dies an weiteren drohenden Abschreibungen in der Eurozone, die wie ein Damoklesschwert über der Finanzbranche schweben. Da Politiker und EZB aber mittlerweile den Ernst der Lage erkannt haben, lohnt sich eine Spekulation darauf, dass ein Schuldenschnitt wie in Griechenland in Spanien und Italien verhindert wird. Für dieses Szenario ist die Aktie der Allianz attraktiv.
Autor: Holger Steffen
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