Hinsichtlich der Rettungsmaßnahmen von Seiten der EZB hatten die Anleger gestern vor allem die Banken im Blick. Deren größte Not dürfte durch den Eingriff der Notenbanken gelindert werden, denn die Gefahr weiterer Abschreibungen auf Staatsanleihen hat nun deutlich abgenommen.
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Indes haben die Geldinstitute wegen der Konjunkturschwäche mit wachsenden Abschreibungen im Privatsektor zu kämpfen - daran hat kürzlich Commerzbank-Chef Blessing erinnert. Und die immer strengere Regulierung begrenzt das Renditepotenzial der Branche.
Daher kann sich ein anderer Sektor eher als der große Gewinner fühlen, sollten die Finanzmarktturbulenzen endlich eingedämmt werden: die Versicherungen. Denn die Anbieter zählen zu den großen Investoren bei Staatsanleihen und waren damit vom Abschreibungsrisiko ebenso betroffen. Im Gegensatz zu den Banken hat die Branche aber ein gut funktionierendes Geschäftsmodell, das auch in konjunkturellen Schwächephasen nicht zu stark leidet und von den Behörden derzeit nicht beschnitten wird.
Daher ist insbesondere die Aktie der Allianz einen genaueren Blick wert. Seit dem Tief Anfang Juni hat das Papier um ein Drittel zugelegt, ist aber mit einem KGV von 7,8 und einer Dividendenrendite von 6,0 Prozent immer noch unwiderstehlich günstig. Solange die Marktstimmung nicht wieder kippt, scheint man mit der Aktie der Allianz gut beraten.
Autor: Holger Steffen
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