Was für eine Woche. Noch bis vor kurzem war die 8.000-Punkte-Marke zum Greifen nah. Doch innerhalb nur weniger Tage verlor der Dax mehrere hundert Punkte. Am letzten Wochenhandelstag konnte der Leitindex die Verluste nicht wett machen. Er schloss 0,8 Prozent höher bei 7.652 Punkten. Das Wochenminus beträgt damit mehr als zwei Prozent.
Händler sprachen am Freitag von einem dünnen Handel. Die Vorgaben aus Übersee waren mau, die deutschen Rekordexportzahlen konnten Anleger nicht überzeugen. Für Rückenwind sorgten lediglich Wirtschaftsdaten aus China.
Gefragt waren vor allem die Aktien der Autobauer, für die die Volksrepublik neben den USA der wichtigste Absatzmarkt ist. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, warnte jedoch davor, die Zahlen überzubewerten. „Im letzten Jahr fiel das chinesische Neujahrsfest in den Januar, entsprechend schwach ist aufgrund der Feiertage die Vergleichszahl.“
Die chinesischen Exporte wuchsen im Januar um 25 Prozent, so stark wie zuletzt im April 2011. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 17 Prozent gerechnet. „Die wirtschaftliche Lage verbessert sich und die Handelsdaten untermauern den Aufwärtstrend“, sagte Anlage-Stratege Hirokazu Yuihama von Daiwa Securities. Andere Konjunkturdaten wie die Einzelhandelsumsätze oder die Industrieproduktion deuteten ebenfalls darauf hin, dass die chinesische Konjunktur die Talsohle hinter sich gelassen habe.
Analysten streiten über weitere Richtung
Cyrille Urfer, der bei der Schweizer Bank Gonet über die Portfolio-Struktur wacht, traute den europäischen Börsen angesichts der ermutigenden chinesischen Konjunkturdaten weitere Kursgewinne zu. Aktienhändler Joe Neighbour von Central Markets riet dagegen, auf einen fallenden Dax und einen Anstieg des US-Index S&P 500 zu setzen....
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