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Deutsche Telekom: Wende greifbar nah

Die Deutsche Telekom kämpft seit Jahren mit einem schrumpfenden Kerngeschäft. Nun konnte zumindest auf Konzernebene der Umsatzrückgang fast zum Stillstand gebracht werden. Dennoch warten auf das Management noch diverse Schwierigkeiten, die allerdings auf dem aktuellen Niveau in der Aktie weitgehend eingepreist sind.

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Um 0,7 Prozent sind die Erlöse zwischen April und Juni nur noch zurückgegangen - nach einem Rückgang von 1,1 Prozent im ersten Quartal und 6 Prozent in 2011 ist das ein Erfolg. Das bereinigte EBITDA bewegte sich währenddessen mit 4,7 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau, und der freie Cashflow war mit 1,67 Mrd. Euro knapp 5,6 Prozent unter dem Wert aus dem zweiten Quartal 2011. Die Telekom wird ihre stattliche Dividende von 0,70 Euro je Aktie auf dieser Basis voraussichtlich aufrechterhalten können.

Das sollte aber nicht die Baustellen verdecken, mit denen das Management immer noch zu kämpfen hat. Das Wachstum im zweiten Quartal wurde ausschließlich im Ausland und hier insbesondere von T-Mobile USA generiert, gerade diese Tochter soll aber wegen einem hohen Investitionsbedarf immer noch veräußert werden. In Deutschland betrug die Erlöskontraktion dagegen satte 4,1 Prozent. Außerdem laufen dem Unternehmen nach wie vor in vielen Bereichen die Kunden weg, auch in den USA.

Das Risiko, dass Vorstandschef Obermann diesbezüglich keine überzeugende Lösung einfällt, wird einem aktuell aber mit einer Dividendenrendite von 7,5 Prozent versüßt. Das macht die Telekom trotz aller Schwierigkeiten zu einer Value-Aktie mit begrenztem Absturzpotenzial.

Autor: Holger Steffen

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