Eigentlich hätte das für die Anleger keine große Überraschung darstellen dürfen: Der Fresenius-Konzern hält offenbar an seinen Plänen fest, Rhön-Klinikum zu übernehmen, um auf diesem Weg seine Tochter Helios zum unbestrittenen Marktführer zu machen. Das hat der Aktie gestern zu einem kräftigen Kurssprung verholfen, obwohl noch eine wichtige Hürde im Weg steht.
| Für boerse-realtime Express, den kostenlosen Newsletter von AKTIEN-GLOBAL.DE zu Aktien und Rohstoffen, können Sie sich hier anmelden. |
Denn eine umfassende Kontrollmehrheit von mehr als 90 Prozent ist nach wie vor nicht in Sicht. Während der laufenden Übernahmeofferte waren die Konkurrenten Asklepios und Sana bei Rhön-Klinikum eingestiegen, um den Deal zu verhindern. Es scheint unwahrscheinlich, dass die beiden ihre Blockadepolitik freiwillig aufgeben.
Medienberichten zufolge könnte sich Fresenius nun aber erst einmal mit etwas mehr als 50 Prozent zufrieden geben. Das würde einen substanziellen Einfluss auf die Zusammensetzung des Aufsichtsrates sicherstellen, Rhön-Vorstand Pföhler dürfte sich ohnehin dem Votum des Großaktionärs Eugen Münch beugen. Danach könnte Fresenius auf Zeit spielen und abwarten, bis die Wettbewerber ihr investiertes Kapital anderweitig benötigen.
Die Rhön-Aktie scheint aufgrund dieser Gerüchte nach unten derzeit sehr gut abgesichert. Obwohl die jüngsten Zahlen des Klinikkonzerns nicht gerade umwerfend ausgefallen sind, sitzt ein erneuter Anstieg über die 20-Euro-Marke kurz- oder mittelfristig durchaus drin.
Autor: Holger Steffen
Dies ist ein Service von www.aktien-global.de
powered by plista