Die Commerzbank-Aktie ist zur Verkörperung von Unsicherheit geworden. Angesichts ihrer exponierten Stellung als Halter von Anleihen europäischer Krisenstaaten ist ihr Schicksal wie bei keinem anderen DAX-Wert vom Fortgang der europäischen Schuldenkrise abhängig. Dementsprechend schwankt der Aktienkurs gewaltig, jede politische Aussage zum Thema, jede auch noch so kleine Wendung der endlosen Tragödie um Griechenland & Co kann den Kurs kräftig anschieben oder drücken.
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Dass die hohe Volatilität nicht das Werk gieriger Spekulanten ist, sondern schlicht aus der massiven Unsicherheit über den fairen Wert der Commerzbank-Aktie resultiert, zeigen nicht zuletzt die Analysten, die hier so uneins sind wie selten.
So wurde vorgestern eine Studie der Investmentbank Barclays bekannt, die ihr Kursziel auf 1,20 Euro gesenkt hat - rund 10 Prozent unter dem aktuellen Kurs. Wem das zu pessimistisch ist, kann sich aber an der Studie der Credit Suisse orientieren, ebenfalls von dieser Woche und damit ganz aktuell. Diese sieht den fairen Wert bei 2,50 Euro und damit 85 Prozent über dem aktuellen Kurs.
Diese Diskrepanz bestätigt den Eindruck, den die meisten Anleger ohnehin schon seit Längerem von der Commerzbank-Aktie gewonnen haben - für eine Anlage ist sie derzeit völlig ungeeignet. Dafür bietet sie allen, die das risikoreiche Spiel lieben, reichlich Gelegenheiten für Spekulationen. Man nennt so was auch ein Zockerpapier.
Autor: Dr. Adam Jakubowski
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