Nach der Niederlage im Patentstreit mit Apple in Kalifornien wurde Samsung Electronics in Online-Foren als "SameSung" verhöhnt. Das alte Etikett vom "Nachahmer" war wieder da. Schon Steve Jobs hatte die Südkoreaner als "Abkupferer" heruntergeputzt. Doch für Samsung ist es bitter und unfair, auf diesen einen Punkt reduziert zu werden. Für seine unternehmerischen Leistungen verdient der Elektronikkonzern mehr Respekt. Schließlich ist es gerade einmal 18 Jahre her, dass sich Samsung-Chef Lee Kun-Hee in Frankfurt sein Führungspersonal zur Brust nahm. Die Manager müssten "alles ändern, außer ihrer Frau und ihren Kindern", forderte der Sohn des Konzerngründers.
Sein legendärer Wutausbruch entsprang der Erkenntnis, dass Samsung mit seinen Fernsehern, Haushaltsgeräten und Halbleiterwaren zwar den Heimatmarkt Korea dominierte, aber seine Billigheimer-Produkte in anderen Ländern hinten in ...
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