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DAX vor dem großen Knall

An den Börsen ist derzeit ein bemerkenswertes Patt zwischen Bullen und Bären zu beobachten, die Leitindizes bewegen sich auf ganz engem Raum. Der DAX schwankt seit anderthalb Wochen zwischen 6.900 und 7.000 Punkten, der Dow Jones verharrt zwischen 13.100 und 13.200 Punkten. Diese Spannungssituation wird sich in naher Zukunft mit einem Knall auflösen - die Frage ist nur, in welche Richtung es dabei geht.

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Derzeit halten sich die Erleichterung über eine besser als erwartet ausgefallene Konjunkturentwicklung und die Sorgen über den maroden Zustand der europäischen Finanzindustrie noch die Waage. Gestern gab es mal wieder durchaus ermunternde Zahlen zur Wirtschaftsentwicklung in den USA. Die Industrieproduktion ist im Juli um 0,6 Prozent gestiegen und damit mehr als erwartet. Zusammen mit den guten Daten aus dem Einzelhandel vom Vortag deutet das auf einen robusten Start in das dritte Quartal hin - allen Unkenrufen zum Trotz.

Derweil braut sich in Europa allerdings weiteres Ungemach zusammen. Neben den horrenden Staatsschulden leiden die Banken auf dem Kontinent zunehmend unter Kreditausfällen im Privatsektor. Nach neusten Berechnungen von PWC sind die Problemkredite der Euro-Finanzinstitute in diesem Sektor im letzten Jahr um 10 Prozent auf 1,05 Bio. Euro gestiegen. Seitdem dürfte sich die Situation weiter verschärft haben. Dies ist ganz normal in einer Rezession, wie sie der Süden des Kontinents erlebt, nur ist es fatal, wenn die Banken keine Reserven mehr haben.

Zu allem Überfluss läuft auch Griechenland auf den nächsten Showdown zu, die Regierung will die Sparauflagen strecken und bräuchte dafür neue Hilfen. Die Idee stößt bei den Partnern aber auf wenig Gegenliebe und könnte doch noch zum Bankrott des Landes führen.

Es wäre keine Überraschung, wenn der DAX angesichts der absehbaren finanziellen Turbulenzen zunächst einmal nach unten aus der Pattsituation ausbricht.

Autor: Dr. Adam Jakubowski

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