Nach dem fulminanten Wochenausklang, als der DAX über 2 Prozent zulegte, hätte ein kleiner Rücksetzer am gestrigen Montag niemanden überrascht. Und in der Tat bewegte sich der DAX den größten teil des Tages unterhalb der Nulllinie, um aber zum Schluss wieder in die Gewinnzone vorzustoßen. Ein erneut starkes Signal.
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Damit liegt der DAX nur noch minimal unter dem Stand von Monatsanfang, oberhalb dessen der Weg mindestens bis 6.800 Punkten frei wäre. Und wie so oft in den letzten Wochen fiel diese überzeugende Performance mit ernüchternden Konjunkturdaten zusammen. So meldete gestern die amerikanische Statistik weiter rückläufige Einzelhandelsumsätze. Gegenüber dem Mai reduzierten sie sich um 0,5 Prozent, erwartet worden war hingegen ein Anstieg um 0,2 Prozent. Das war der dritte Rückgang in Folge, zusammen mit dem Anstieg der Lagerbestände dürfte das die Dynamik der Produktion dämpfen.
Das alles lässt aber wieder die Hoffnungen steigen, dass die FED doch wieder beherzter eingreift und der Konjunktur mit einem neuen Anleihenaufkaufprogramm zur Hilfe eilt. Bei der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses wurden solche Spekulationen noch enttäuscht, doch seitdem hat sich die konjunkturelle Lage nicht spürbar verbessert. Einen Aufschluss dürfte deswegen die heutige Rede des FED-Präsidenten Bernanke vor dem Bankenausschuss des US-Senats geben. Viele Marktteilnehmer erhoffen sich hier neue Hinweise auf weitere Lockerungsmaßnahmen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die FED noch einmal aktiv wird, ist auf jeden Fall in den letzten Wochen gestiegen. Ob schon heute was Konkretes angekündigt wird, sei zwar dahingestellt, doch es gilt nach wie vor eine frühere Aussage von Bernanke, dass sich die FED weitere Schritte vorbehält, falls der Arbeitsmarkt keine stärkeren Belebungszeichen zeige. Nun, diese sind bisher ausgeblieben.
Autor: Dr. Adam Jakubowski
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