Der DAX ist gestern exakt bis an das obere Ende der jüngsten Handelsrange bei 7.000 Punkten gestiegen. Damit fehlt nur noch ein kleiner Sprung bis zum Ausbruch und einem möglichen Anstieg auf das Jahreshoch.
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Der deutsche Aktienindex wird weiter getragen von Investoren, die die im Juni gestartete Rally verpasst haben und nun bei Kursrückgängen aufspringen. Immer noch zeigen Sentiment-Indikatoren wie etwa die wöchentliche Analyse der American Association of Individual Investors eine recht hohe Skepsis, so dass das Potenzial für Nachkäufer noch nicht erschöpft ist.
Von fundamentaler Seite bleibt die Unterstützung hingegen eher gering. Positiv an den jüngsten Wirtschaftsdaten aus den USA scheint zwar, dass nach wie vor nichts auf einen Absturz hindeutet. Wohl aber verdichten sich die Zeichen für eine abnehmende Dynamik in der Industrie. Während nämlich vom Häusermarkt gestern robuste Daten veröffentlicht wurden und die Erstanträge auf Arbeitslosigkeit Stabilität signalisieren, sind die Industriefrühindikatoren für die Regionen Philadelphia und New York schwach ausgefallen.
Auch die Situation im Finanzsektor in Europa hat nichts an ihrer Brisanz verloren. Trotzdem sieht jetzt zunächst einmal alles nach einem Ausbruch nach oben aus, getragen von unterinvestierten Anlegern. Das Eis bleibt aber dünn und die Korrekturgefahr für die nächsten Wochen hoch.
Autor: Dr. Adam Jakubowski
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