Die Enttäuschung unter den Aktionären der Deutschen Telekom währte nur kurz. Nach den Quartalszahlen war die Aktie kurzzeitig in Richtung von 9 Euro gefallen, konnte die Verluste aber mittlerweile wettmachen. Nun steht nur noch der Widerstand bei 9,50 Euro einem Anstieg auf zweistellige Kurse im Weg.
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An den jüngsten Resultaten wurde zunächst vor allem die Entwicklung in Deutschland bemängelt, hier musste das Unternehmen zuletzt einen Umsatzrückgang um 4,1 Prozent hinnehmen. Teilweise kompensiert wurde dies durch ein erfolgreiches Auslandsgeschäft (+2,3 Prozent), so dass der Konzernumsatz insgesamt nur um 0,7 Prozent auf 14,38 Mrd. Euro zurückging. Das bereinigte EBITDA konnte mit 4,7 Mrd. Euro sogar auf dem Vorjahresniveau gehalten werden.
Für sich genommen ist das natürlich nicht überragend und es bleiben zahlreiche Baustellen. So ist unklar, wie das Unternehmen den angestrebten Ausstieg aus den USA bewerkstelligen will und ob die Rückkehr auf den Wachstumspfad in Deutschland gelingt. Dennoch hat sich der hiesige Branchenprimus mit den Zahlen vor allem in Vergleich mit anderen europäischen Telekommunikationskonzernen gut geschlagen.
Letztlich ist es bei der Deutschen Telekom die Frage, ob das Glas halbvoll oder halbleer ist. Nachdem die Anleger lange Zeit zu letzterer Lesart tendierten, scheint nun der Wind gedreht zu haben. Unterfüttert wird das positivere Sentiment durch die immer noch attraktive Dividendenrendite in Höhe von 7,6 Prozent.
Autor: Holger Steffen
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