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DAX: Schnäppchenjäger lassen nicht locker

Es ist schon bemerkenswert, wie der DAX derzeit mit Enttäuschungen umgeht. So wartet der Markt seit Tagen auf die Rede des amerikanischen Zentralbankchefs Bernanke vor dem Bankenausschuss des US-Senats geben, in der Hoffnung, dass er konkrete Hinweise auf weitere Lockerungsmaßnahmen liefern wird. Als diese ausbleiben, taucht der DAX kurz ins Minus ab, um sich anschließend wieder zu erholen und den Tag mit einem minimalen Gewinn zu beenden.

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Damit setzt der DAX seine seit Ende der letzten Woche anhaltende Aufwärtsbewegung fort, wenn auch mit abnehmender Dynamik. Allerdings zeigt sich der Markt technisch in guter Verfassung, gegen eine Fortsetzung der Kursgewinne spricht derzeit nicht viel. Nur das Hoch vom 5. Juli (6.618 Zähler) steht noch als ein kleiner Widerstand im Weg, dessen Überschreiten den Weg für einen weiteren Anstieg eröffnen würde.

Ob das fundamental gerechtfertigt wäre? Schaut man auf die Bewertung der Aktien, steht es außer Frage. Sowohl der DAX als auch die amerikanischen und auch die wichtigsten asiatischen Indizes notieren derzeit weit unterhalb der langjährigen Durchschnitte. Und Hinweise darauf, dass die Gewinnschätzungen in der Breite deutlich zu hoch wären, hat die bisherige Berichtssaison nicht geliefert. So haben gestern zwar Intel und Yahoo enttäuscht, dafür lagen Johnson & Johnson, Coca Cola und Goldman Sachs über den Erwartungen. Speziell den deutschen Unternehmen kommt zudem der schwache Euro sehr zu Gute, der die Exportchancen verbessert und die im Dollarraum erwirtschafteten Umsätze und Gewinne in Euro anschwellen lässt.

Dass die FED ihr Pulver noch trocken hält, lässt sich deswegen auch dahin deuten, dass die Lage schlicht nicht so dramatisch ist, wie sie so mancher zeichnet. Die Weltkonjunktur schwächelt, die Risiken vor alle im Zusammenhang mit Europas Schuldenkrise sind da, doch die US-Wirtschaft wächst ebenso wie die meisten wichtigen Schwellenländer. Auch die deutsche Wirtschaft zeigt sich noch immer erstaunlich widerstandsfähig. Bleibt es dabei, sind die Aktien günstig.

 

Autor: Dr. Adam Jakubowski

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