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ThyssenKrupp: Das Ende des Schreckens naht

Dass der heutige Bericht der Financial Times Deutschland nicht für einen steigenden Kurs der Aktie von ThyssenKrupp sorgt, lässt sich wohl nur mit Gewinnmitnahmen nach dem starken Anstieg in den letzten Handelstagen erklären.

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Denn nach Informationen der FTD bahnt sich endlich eine Lösung für das Kernproblem des Essener Stahlherstellers, nämlich für sein defizitäres Stahlwerk in Brasilien, an. ThyssenKrupp will diesen Verlustbringer, der zusammen mit dem zweiten Problemstandort in den USA mehrere Hundertmillionen Euro Verlust bringt, pro Quartal, so schnell wie möglich abstoßen, war aber bisher bei der Suche nach potenziellen Käufern erfolglos. Dies schient sich nun zu ändern.

Nachdem am Montag sich der brasilianische Konkurrent CSN interessiert gezeigt hatte, sollen nun zwei chinesische Stahlhersteller in den Bieterprozess eingestiegen sein. Auch wenn der Verkauf noch mehrere Monate dauern könnte, zeichnet sich damit endlich eine Lösung ab. Doch damit wäre ThyssenKrupp nur ein Problem los. Es bleiben noch das Stahlwerk in Alabama sowie die schwache Konjunktur, die weiter auf die Produktionsmenge und vor allem auf die Stahlpreise drückt. Diese haben in Europa im Juni erneut um 10 Prozent zum Vormonat nachgegeben und setzen damit die Margen der Stahlhersteller weiter unter Druck. Dies umso mehr, als die mögliche Entlastung durch die niedrigeren Rohstoffpreise durch den schwachen Euro konterkariert wird.

Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer. So liegen die Lagerbestände auf einem Rekordtief. Sollte die Konjunktur nun doch nicht dramatisch einbrechen, müssten deswegen die Verkaufsmengen im zweiten Halbjahr deutlich anziehen. In Verbindung mit der absehbaren Lösung des Brasilien-Problems könnte das der ThyssenKrupp-Aktie zu einer kräftigen Erholung verhelfen, nachdem sie bis Mitte Juni einen deftigen Ausverkauf erfahren hat.

Auf eine nachhaltige Trendwende müssen de Aktionäre wohl aber noch warten, bis sich der Verkaufsprozess ausreichend konkretisiert hat und bis sich auch für das US-Stahlwerk eine Lösung abzeichnet.

 

Autor: Dr. Adam Jakubowski

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