Bei der Aktie von Facebook hat die Volatilität wieder stark zugenommen, Tagesgewinne und -verluste zwischen 3 und 6 Prozent sind im Moment eher die Regel als die Ausnahme. Das zeigt die große Verunsicherung der Anleger.
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Einerseits wird dem Unternehmen durchaus ein hohes Ertragspotenzial zugetraut, schließlich stellen mehr als 900 Mio. Kunden eine aussichtsreiche Basis dar. Andererseits liegt den Investoren die Börsenbewertung schwer im Magen, ein KGV von 40 lässt keinen Raum für Ausrutscher.
Da kommt es gar nicht gut an, dass Investoren der ersten Stunde wie der Wagniskapitalgeber Thiel bei der ersten Gelegenheit Kasse machen. Mit dem Verkauf von 20 Mio. Aktien direkt nach dem Auslaufen der Sperrfrist hat der Großinvestor 400 Mio. US-Dollar erlöst.
Dies als Misstrauensvotum gegen Facebook zu werten, wie das in den Medien überwiegend der Fall war, scheint aber unangemessen. Schließlich ist der Börsengang der prädestinierte Exit-Zeitpunkt für einen Wagniskapitalgeber.
Die Meldung passt aber gut in die negative Stimmung, die der Aktie derzeit entgegenschlägt. Daher muss die Stabilisierung des Wertes bei einem Kurs von 20 US-Dollar auch noch nicht gescheitert sein. Zwar endete der erste Pullback direkt bei dieser Marke und wurde von einem erneuten Kursrutsch abgelöst, das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen.
Autor: Holger Steffen
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