New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes zeigen sich zur Wochenmitte kurz nach Handelsbeginn schwächer. Dabei wird die Stimmung unter den Marktteilnehmern durch neuerliche Sorgen um die Zukunft Griechenlands in der Eurozone sowie einen enttäuschenden Ausblick des PC-Herstellers Dell getrübt. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) verliert aktuell 0,71 Prozent auf 12.414,26 Zähler. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) präsentiert sich mit einem Minus von 0,81 Prozent bei 2.816,14 Zählern, während der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) derzeit einen Abschlag von 0,60 Prozent auf 1.308,78 Punkte zeigt.
Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 18. Mai 2012 einen saisonbereinigten Anstieg bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index um 3,8 Prozent. In der Vorwoche war sogar ein Plus von 9,2 Prozent ermittelt worden. In Kürze stehen noch die Daten zu den Verkäufen neuer Häuser, der FHFA Hauspreisindex sowie der Ölmarktbericht zur Veröffentlichung an.
Bereits gestern nach Börsenschluss veröffentlichte Dell (ISIN US24702R1014/ WKN 121092) seine Zahlen für das erste Fiskalquartal 2012/13. Dabei hat der PC-Hersteller die Analystenerwartungen gleichzeitig auf Umsatz- und Gewinnebene verfehlt. Zudem wurde angesichts einer rückläufigen Nachfrage ein schwacher Umsatzausblick auf das laufende Quartal gegeben. Papiere von Dell brechen vor diesem Hintergrund aktuell um 14 Prozent ein. Zudem gab die Zoohandelskette PetSmart (ISIN US7167681060/ WKN 887162) nachbörslich ihre Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2012/13 bekannt. Dabei konnte man aufgrund einer starken Performance in sämtlichen Geschäftsfeldern sowohl Umsatz als auch Gewinn stärker steigern als erwartet. PetSmart gewinnen aktuell 8,7 Prozent hinzu.
Heute teilte der Einzelhändler Big Lots (ISIN US0893021032/ WKN 869884) mit, dass sein Gewinn im ersten Quartal gesunken ist, was u.a. auf eine Sonderbelastung und einen Verlust im Kanada-Geschäft zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Ebene verfehlt. Zudem wurde die Jahresplanung gesenkt. Die Aktie gibt momentan 1,4 Prozent ab.
Anteilsscheine von Hormel Foods (ISIN US4404521001/ WKN 850875) tendieren im frühen Handel 2,4 Prozent fester. Der Nahrungsmittelhersteller präsentierte die Geschäftszahlen für das zweite Quartal und konnte dabei die Analystenschätzungen schlagen. Der Konzern zeigte sich mit der Ergebnisentwicklung sehr zufrieden. Mit Ausnahme der Tiefkühlkost-Sparte habe man in allen Segmenten beim operativen Ergebnis zulegen können. Dank der umgesetzten Preiserhöhungen habe man die teilweise gestiegenen Nahrungsmittelpreise in einigen Segmenten mehr als kompensieren können, hieß es weiter.
Daneben konnte die Juwelierkette Zale (ISIN US9888581066/ WKN 914110) ihren Verlust im dritten Quartal reduzieren. Die Erwartungen wurden dabei übertroffen. Neben höheren Umsatzerlösen profitierte der Juwelierhändler auch von einer deutlichen Margenverbesserung. Indes meldete die Bekleidungskette American Eagle Outfitters (ISIN US02553E1064/ WKN 897113), dass ihr Gewinn im ersten Quartal gestiegen ist, was u.a. auf ein starkes Umsatzplus zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen. Während Zale 9,5 Prozent vorrücken, ziehen American Eagle um gut 1 Prozent an.
Neben den Quartalszahlen gibt es Neuigkeiten von der Akquisitionsfront. Der Agrarkonzern Monsanto (ISIN US61166W1018/ WKN 578919) verkündete, dass er die Precision Planting Inc., einen Entwickler von landwirtschaftlichen Anbautechniken, für bis zu 250 Mio. US-Dollar übernehmen wird. Die Transaktion wird voraussichtlich diesen Sommer abgeschlossen. Titel von Monsanto büßen 1,8 Prozent ein. Zudem hat der Software-Konzern Oracle (ISIN US68389X1054/ WKN 871460) seine Marktposition im Bereich Cloud-Computing durch eine weitere Übernahme gestärkt. So wurde eine Vereinbarung zur Übernahme des nicht börsennotierten Unternehmens Vitrue geschlossen. Bei Vitrue handelt es sich um einen Anbieter von Cloud-basierten Lösungen im Bereich Social-Marketing. Das Unternehmen bietet Werbetreibenden und Unternehmen eine zentrale Plattform, über die sie Werbe- und Marketingkampagnen auf sozialen Netzwerken wie etwa Facebook initiieren und koordinieren können. Oracle verlieren 0,3 Prozent.
Schließlich gab es noch Nachrichten aus Kanada. Die Bank of Montreal (ISIN CA0636711016/ WKN 850386), die viertgrößte Bankgesellschaft in Kanada, wies im zweiten Quartal einen höheren Gewinn aus und konnte die Erwartungen des Marktes auf bereinigter Ebene schlagen. Neben einer gesunkenen Risikovorsorge im Kreditgeschäft habe auch die Übernahme des US-Kreditinstituts Marshall & Ilsley zu der positiven Ergebnisentwicklung beigetragen. Zudem profitierte man von steigenden Ergebnisbeiträgen im Bereich Wealth Management. In New York verbilligen sich Aktien der Bank of Montreal aktuell um 1,9 Prozent. (23.05.2012/ac/n/m)
powered by plista